Jahrgang 
1939
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Rhön, außerdem vom 15. 8. 15. 9. an verſchiedenen Stellen; Studienrat Schuchmann vom 12. 8. 27. 9. in Hersfeld; Studienaſſeſſor Brückner vom 24. 10. 21. 1. 39 in Frankfurt a. M. und Aſſeſſor Dr. Fay vom 24. 10. 6. 1. 39, ſowie vom 6. 2. 6. 5. 39 in Gießen. Mit der 9. Diviſion durften am Einzug ins Sudetenland teilnehmen die Herren Gerhard, Schuchmann und Körner als Lt. d. R.; ferner die Aſſeſſoren Lotz und Schäfer und Hausmeiſter Koch. Als Vertreter für Studienrat Schuchmann während der Übung im Auguſt war tätig Studienaſſeſſor Samstag; die teilweiſe Vertretung des Aſſeſſors Brückner hatte Aſſeſſor Sauer inne, während in allen anderen Fällen die Mitglieder des Lehrkörpers einſprangen.

3. Unterricht.-Neuordnung der höheren Ethule

Nach den richtunggebenden Plänen des Reichsminiſters Ruſt hat ſich die innere Wandlung der höheren Schule ſeit 1933 in ſteter und organiſcher Weiſe vollzogen. Ein Erlaß vom 20. März 1937 brachte die Ande⸗ rung der äußeren Form: Die Vereinheitlichung der zahlloſen Schultypen auf zwei Grundformen, die Oberſchule (grundſtändige und in Aufbauform) und das Gymnaſium, beide gegründet auf der Einheit der Weltanſchauung und der Staatsführung. Aus wichtigen bevölkerungspolitiſchen und wirtſchaftlichen Gründen wurde die Schuldauer zugleich um ein Jahr verkürzt. Seit Oſtern 1937 iſt unſer Realgymnaſium eine Oberſchule mit 8 Jahrgängen und den Klaſſen 1 8; Engliſch beginnt als 1. Pflichtſprache in Klaſſe 1 und Latein als 2. in Klaſſe 3. Der letzte umfaſſende Erlaß vom 29. Janaur 1938Erziehung und Unterricht in der höheren Schule enthält das geſamte Reformwerk. In ihm weiſt der Miniſter in ausführlichen Beſtimmungen der geſamten Arbeit der höheren Schule Ziel und Weg. Grundforderung muß ſein: Wahrung der ſeitherigen Bildungshöhe trotz verkürzter Schul⸗ dauer. Sie ſoll erreicht werden durch Senkung der Höchſtzahl in den Klaſſenſtärken(1. und 2. Kl.: 40; 3. 5. Kl.: 55; 6. 8. Kl.: 25), vor allem aber durch erhöhte Anforderungen in den Leiſtungen und durch Ausſchaltung aller Schüler, die leiſtungsunfähig ſind oder offenkundige Willens⸗ und Charakterſchwächen beſitzen. So wird die Geſamtarbeit der höheren Schule geſtellt unter den für Volk und Staat im Kampf um Weltgeltung auf allen Gebieten lebenswichtigen Gedanken der Ausleſe und Leiſtung, eine Ausleſe, die nicht nur beſchränkt iſt auf die geiſtige Begabung, ſondern auch gerichtet wird auf körperliche und charakterliche Werte. DennBildung iſt For⸗ mung des ganzen Menſchen und nicht nur Züchtung der Verſtandeskraft.

Der Übergang von den alten zu den neuen Lehrplänen ſoll ſo raſch wie möglich erfolgen. Ubergangslehrpläne für das abgelaufene und das kommende Schuljahr ſorgen unter vorübergehender teilweiſer Vermehrung der Wochen⸗ ſtunden und durch ſorgſame Zuſammendrängung der Lehrſtoffe für die lückenloſe Darbietung.

Um den Begabungsrichtungen und den Berufsneigungen der männlichen Jugend zu entſprechen, ſieht der Lehrplan der Oberſchule nach beendeter Ubergangszeit die Gabelung des Unterrichts der Klaſſen 6 8 derart vor, daß ein Teil der Schüler verſtärkten math.nat., der andere verſtärkten ſprachlichen Unterricht und entſprechende Arbeitsgemeinſchaften erhält.

Stundentafel Klaſſen 1 2 3 4 5 6 7 8 zuſammen

Leibeserziehung 5 5 5 5 5 5 5 5 40 Deutſch 5 4 4 4 4 4 4 4 33 Geſchichte 1 3 3 3 3 3 3 5 22 Erdkunde 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Kunſterziehung 2 2 2 2 2 2 1 1 14 Muſik 2 2 2 1 1 1 1 1 11 Biologie 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Chemie 2 2 2 2 8 Phyſik 2 2 3 3 3 13 Mathematik 4 4 4 3 4 4 4 4 31 Engliſch 6 4 4 4 4 3 35 Latein 4 4 4 3 3 3 21 Franzöſiſch 2 3 10 Freiw. Arbeitsgemeinſchaften des:

a) math.⸗nat. Zweigs /2 2 b) Sprachl. Zweigs* 2 2 Religionslehre 2 2 2 2 1 1 1 1 12