Jahrgang 
1917
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Am 1. April 1916 wurde Herr Profeſſor Dr. Rudolf Erb, am 1. Mai 1916 Herr Profeſſor Dr. Otto Weimar und Herr Profeſſor Dr. Otto Emmel aus dem Heeresdienſt ent laſſen, ſodaß ſie ihren Unterricht wieder aufnehmen konnten. Infolgedeſſen trat Herr Lehr⸗ amtsreferendar Georg Neidlinger an die hieſige Höhere Mädchenſchule, Herr Lehramtsaſſeſſor Dr. Peter Stautz an die Oberrealſchule zu Mainz über.

Herr Univerſitätsturnlehrer Wilhelm Will hatte während des ganzen Schuljahres den Turnunterricht in den Klaſſen Oberprima bis Obertertia einſchließlich übernommen.

Am 15. Oktober 1916 wurde dem Direktor von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienſte verliehen.

Gegen Ende November wurde Herr Profeſſor Karl Völzing von einer ſchweren Nerven⸗ erkrankung befallen, die ſeine Beurlaubung bis zu den Oſterferien nötig machte. Als Vertreter für ihn wurde uns Herr Lehramtsreferendar Bernhard Lüke vom Landgraf⸗Ludwigs⸗Gym⸗ naſium überwieſen.

Zum Erſatz für den vom 3. Januar bis 10. Februar 1917 zum Heeresdienſt einberufenen Herrn Profeſſor Dr. Otto Knauß wurde Herr Profeſſor Auguſt Schäfer von der Liebigs⸗ Oberrealſchule zu Darmſtadt mit der kommiſſariſchen Verwaltung einer Lehrerſtelle an unſrer Anſtalt mit Wirkung vom 16. Januar ab betraut.

Herr Reallehrer Karl Kiſſel, der gleichfalls zum 3. Januar 1917 einberufen worden war, konnte wegen Erkrankung dem militäriſchen Geſtellungsbefehl nicht Folge leiſten; ſeine Unterrichtsſtunden wurden bis zum Schluſſe des Schuljahres von den übrigen Herren des Kol⸗ legiums übernommen.

Während des ganzen Schuljahres ſtanden noch im Heeresdienſt Herr Profeſſor Joſeph Geyer, Hauptmann der Landwehr und Kompagnieführer im 2. Erſatzbataillon Inf.⸗Regt. Nr. 168(Truppenübungsplatz Orb), und Herr Profeſſor Dr. Fritz Schmoll, Oberleutnant der Reſerve im Inf.⸗Regt. Nr. 118 und Vorſtand der Poſtprüfungsſtelle am Gefangenenlager zu Gießen.

Folgende Schüler haben im Laufe des Schuljahres die Anſtalt verlaſſen, um in das aktive Heer einzutreten: Ende Juni 1916 nach beſtandener Kriegsreifeprüfung der Oberpri⸗ maner Adrian van der Hoop; September 1916 der Oberprimaner Paul Breuning, und nach Erlangung der Oberprimareife die Unterprimaner Werner Scheel und Max Steinreich; November 1916 nach beſtandener Kriegsreifeprüfung die Oberprimaner Hans Bauer und Hermann Duchardt; mit Oberprimareife die Unterprimaner Fritz Braun, Hanskurt Koeppe, Robert Schwab; mit der Reife für Oberſekunda und der wiſſenſchaftlichen Befähigung für den Einjährig⸗Freiwilligen⸗ Dienſt der Unterſekundaner Fritz Schädel; Dezember 1916 nach beſtandener Kriegsreifeprüfung die Oberprimaner Ludwig Krämer und Hans Neumann; mit Oberprimareife der Unterprimaner Guſtav Schenk; mit der Reife für Unterprima der Oberſekundaner Karl Schmidt; Februar 1917 mit der Reife für Oberprima der Unterprimaner Erwin Trapp.

Im Kampf fürs Vaterland gefallen ſind ſeit Oſtern 1916 wieder zwei hoff⸗ nungsvolle, frühere Schüler unſrer Anſtalt: Erich Bender(Notreifeprüfung Auguſt 1914) und Heinrich Sommerlad(Notreifeprüfung Auguſt 1914). Sie werden in unſrer Mitte ſtets in beſtem und dankbarem Gedächtniſſe fortleben!

3. Der Krieg und die Schule.

Es bedarf wohl keiner beſonderen Erwähnung, daß die Ereigniſſe des ungeheuren Kampfes, den unſer Volk um Daſein und freie Machtentfaltung zu führen gezwungen iſt und der ſich gerade in dieſen Tagen zum wirklichenWeltkrieg zu erweitern ſcheint, auch in