Jahrgang 
1899
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III. Rus der Geſchichke der Anktalt.

Nachtrag aus dem Schuljahre 1897/98: Die ſchriftliche Abgangsprüfung an der Realſchule Oſtern 1898 wurde vom 6. bis 11. März, die mündliche am 18. März abgehalten. Von den 25 Schülern der 1. Klaſſe beſtanden 24; 14 wurden von der mündlichen Prüfung ganz befreit. Mit den Funktionen des Regierungskommiſſärs war der Direktor beauftragt.

Durch Verfügung vom 18. März 1898 wurde Herrn Realgymnaſiallehrer Dietrich ein Urlaub von 6 Wochen zu einem Aufenthalt in Paris bewilligt.

Am 25. März 1898 wurde mit dem Schulſchluſſe eine öffentliche Schulfeier verbunden, in der die Glocke in der Kompoſition von Romberg aufgeführt wurde. Mit großer Bereit⸗ willigkeit hatten dabei Fräulein Stammler, Herr Uhrmacher Zimmer und Herr Finanz⸗ aſſeſſor Lony Solopartien übernommen, wodurch das Gelingen weſentlich gefördert wurde. Wir danken auch hier für dieſe liebenswürdige Unterſtützung. Eingeleitet und geſchloſſen wurde die Feier durch Anſprachen des den beurlaubten Direktor vertretenden Herrn Profeſſor Holtzmann.

Die am Ende des Sommerſemeſters, 5. Auguſt 1898, veranſtaltete Feier galt dem Gedächt⸗

nis des erſten Kanzlers des Deutſchen Reiches, des Fürſten Bismarck. Herr Profeſſor Holtzmann verlieh der Empfindung treuer Dankbarkeit Ausdruck.

Am 25. November 1898 wurde im Kreiſe der Schule eine Feier zu Ehren des Geburts⸗ tages Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin abgehalten. Die An⸗ ſprache hielt Herr Realgymnaſiallehrer Dietrich.

Am 26. Januar 1899 fand zur Vorfeier des Geburtstages Seiner Majeſtät des Kaiſers eine öffentliche Schulfeier ſtatt, bei der zum erſten Male unſer Schülerorcheſter, von weiteren Kräften in dankenswerter Weiſe verſtärkt, mitwirkte. Die Anſprache hatte Herr Realgymnaſial⸗ lehrer Dr. Collin übernommen.

Mit der Vertretung des Herrn Profeſſor Müller, dem zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit ſein Urlaub bis Herbſt 1898 verlängert worden war, wurde durch Verfügung vom 9. April 1898 Herr Lehramtsacceſſiſt Fritz Loos aus Gießen beſtimmt. Dieſem wurde dann durch Ver⸗ fügung vom 22. September 1898 die Verwaltung einer Lehrerſtelle an der Realſchule zu Gernsheim übertragen, da erfreulicherweiſe Herr Profeſſor Müller mit Beginn des Winter⸗ ſemeſters ſeinen Dienſt wieder antreten konnte.

Durch Verfügungen vom 9. und 12. April 1898 wurden die Lehramtsacceſſiſten Markus Simon und Heinrich Kinkel mit der Verwaltung von Lehrerſtellen an der Realſchule zu Alsfeld und der höheren Bürgerſchule zu Dieburg beauftragt.

Durch Allerhöchſte Dekrete vom 11. Mai 1898 wurden die Lehramtsaſſeſſoren Dr. Ludwig Schön, Dr. Richard Trapp, Ernſt Schierholz, Ludwig Dietrich und Heinrich Lucius zu Lehrern an unſerer Schule ernannt.