am 1. April 1913 in das neue Heim Bleichſtrage 6, wo 4 ſehr große und luftige mit elektr.Licht verſehene Klaſſenräume zur Verfügung ſtehen, erhalten die Kurſe den Namen: Gießener Pädagogium. Außerdem werden die Schüler vom ge⸗ nannten Termin an Schülermützen tragen(weiß mit ſchwarz⸗rot⸗goldnem Rand). Im Betriebe des Unterrichts wird abgeſehen davon, daß neben dem Unterfertigten noch weitere 2 Herren den Unterricht erteilen werden, nichts geändert,
Beſonderer Wert ſoll auch auf körperliche Betätigung durch Spiel ETennis ete.) und Sport, ſowie vor allem auf gemeinſames Wandern gelegt werden. Die Anſtalt wird dem Jungdeutſchlandbunde, dem Unterfertigter ſchon angehört, korporativ beitreten; ferner ſoll im nächſten Winter verſucht werden, eine Skigruppe(vielleicht im Anſchluß an den Gießener Skiverein) zu gründen, die dann allſonntäglich auf dem Hoherodskopf im Vogelsberg Uebungen veranſtaltet. Hinſichtüch alles Wei⸗ teren wird auf den Proſpekt verwieſen.
Indem der Unterfertigte an dieſer Stelle allen Eltern, die ihre Söhne ſeinem Unterrichtübergaben und ſo das Aufblühen der jungen Schule ermöglichten, ſeinen Dank ausſpricht für das hierdurch bewieſene Vertrauen, verbindet er damit zu⸗ gleich im Ramen ſeiner Lehrer das Verſprechen, eniſprechend den Zielen der Schule das Gießener Pädagogium zu einer notwendigen Ergänzung der beſtehenden höheren Schulen ausbauen, und durch Herbeiführung guter und anhaltender Erfolge den Ruf der Anſtalt immer mehr fördern zu wollen.
Giehen, den 1. März 1913. Brackemann, Direktor.
Berichtigung zu Seite 10,vorleßte Jeil pp. Söchſt beſtand am 23. Februar 1013 vor der Grobherzoglichen Prüfungsiommiſſon zu Darmſtadt die cinfährigenprüfung.


