Aus der Geſchichte der Schule.
Am Ende des vorigen Schulj ahres konnten wir von einem ungeahnten Siegeszug unſerer braven Soldaten berichten. Die Hoffnung war berechtigt, daß die Gegner bald von ihrem ausſichtsloſen Kanpf ablaſſen würden und den ſchwer heingeſuchten Völkern der ſo heiß erſehnte Friede beſchert würde. Doch in dieſer Hoffnung ſollten wir getäuſcht werden. Im Oſten er⸗ hob ſich der Ruſſe zu dem größten Lölkerſturm der Veltgeſchichte Ihre An⸗ ſtürme wurden lange Zeit abgeſchlagen, ſchließlich aber gelang es den ge⸗ waltigen Naſſen, unere tapferen Känpfer der 6. Armee in Stalingrad ein⸗ zuſchließen. Hier fochten unſere Soldaten unter den unerhörteſten Entbeh⸗ rungen einen noch nie dageweſenen Kanpf. Als die letzte Patrone verſchoſ⸗ ſen war, mußt der ungleiche Kanpf eingeſtellt werden. Die Vaffen in Staë lingrad ſchwiegen, aber der Kampfgeiſt blieb lebendig.Das ganze deut ſche Volk gelobte einnütig, den Kanpf mit aller Kraft bis zum endgültigen Siege fortzuſetzen. Vährend die Ruſſen gegen Stalingrad viele Diviſio⸗ nen ins Feld führen mußten, konnten unſere Truppen im Kaukaſus ſich vom Feinde abſetzen, iiber den Don zurückgehen und neue Stellungen beziehen. Die Ab ſchnürung und Vernichtung dieſer Truppen war den Gegner nicht ge⸗ lungen. Bald begann der Gegner mit neuen Stürmen, Velle auf Velle rannte gegen die deutſchen Linien an, Tauſende von Menſchen werden geopfert, und ungezähltes Naterial in den Kanpf geworfen. Die deut ſche Führung veiicht aus und ſucht den Gegner durch ſchwerſte Verluſte zu er ſchöpfen. Am Ende des Schulj ahres toben die Schlachten im Oſten mit unverminderter Heftigkeit weiter, wir aber hoffen, daß der Feind den Durchbruch durch unſere Linien nicht erreichen wird.
Auch der Kanpf gegen England verlief nicht nach unſeren Nün ſchen. Mit mnehrfacher ſib ermacht griff der Feind an und zwang unſere tapferen Afrikakämpfer zum Rückzug. Die Amerikaner landeten in Veſten Afrikas und traten,ebenfalls den Vornarſch an. Monatelang konnten unſere ſchwachen Kräfkedie Feinde aufhalten und ihnen ſchwerſte Verluſte zufügen,Schließ⸗ lich aber wurden ſie überwältigt. Auf der Inſel Sizilien wurde der Kampf wieder aufgenonmen. Hierbei, enttäuſchte uns Italien durch allzu ſchwache Kriegführung. Ja, gegen Ende /Schuljahres mußten wir es erleben, daß der Duce als Regierungschef zurücktrat.Mit großer Sorge und offenen Augen mußte die deutſche Führung die Entwickelung in Italien verfolgen.
Eine ſehr ſtarke Belaſtung unſeres Volkes iſt der Luftkrieg, den Engländer und Amerikanerſgegen die deutſchen Städte führen. In einer Nacht legen ſie nicht nur ganze Vohnviertel in Trümmer, ſondern mnorden auch unzählige friedliche Menſchen und vernichten unerſetzliche Kultur denknäler, Aull dieſes Leid erträgt die Bevölkerung mit ſtarken Herzen und hofft, daß der Tag der Vergeltung nicht mnehr fern ſein möge.


