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4. Reifeprüfungen. über die an der Anſtalt abgehaltenen Reifeprüfungen vgl. die tabellariſche Aberſicht IIIa. Die Prüfung am 14. Februar 1927 fand unter dem Vorſitz des Herrn Miniſterial⸗ direktors Arſtadt ſtatt. Sämtliche Schüler der Ol beſtanden die Prüfung. Nach der jetzt zum erſten Male in Wirkung getretenen Ordnung wird kein Schüler von der mündlichen Prüfung befreit. Für die weitere Prüfung war der Direktor zum Regierungsvertreter ernannt worden.
5. Schulfeiern.
Die Feier des Verfaſſungstages fand am 21. Auguſt 1926 in unſerem Feſtſaale ſtatt; die Feſtrede hielt Herr Studienrat Miſchler.
Der Jugendtag am 24. Juni 1926 ſtand unter keinem glücklichen Stern. Die Stadt war leider nicht in der Lage, zur gemeinſamen Feier ſämtlicher Gießener Schulen die nötigen Mittel bereit zu ſtellen. Unſere Schule hatte deshalb für dieſen Tag Klaſſenausflüge angeſetzt, die aber der ungünſtigen Witterung halber nicht ausgeführt werden konnten.
Am 30. Oktober 1526 iſt die Reformation in Heſſen eingeführt worden. Es fand des⸗ halb am Jahrestage 1926 eine Gedenkfeier ſtatt, für die Herr Studienrat Profeſſor D. Dr. Frei⸗ her von Gall die Feſtrede übernommen hatte.
Am 17. Januar 1927 rezitierte Frau Elly Freijer die Antigone von Sophokles nach übertragung von Altendorf in unſerem Feſtſaal vor den oberen Klaſſen aller höheren Schulen unſerer Stadt. Dazu war an die Eltern der Schüler Einladung ergangen, von der auch erfreulicher Weiſe Gebrauch gemacht worden iſt.
Anläßlich der 100 jährigen Wiederkehr des Todestags des Pädagogen Peſtalozzi fand am 17. Februar 1927 in der Aula der Aniverſität ein Feſtakt ſtatt, bei dem Herr Ober⸗ ſchulrat Profeſſor Dr. Meſſer die Feſtrede hielt. Die Lehrerſchaft des Kreiſes Gießen hatte dazu eingeladen. Am Tage vorher ſprach ebenfalls in der Aula der Aniverſität Oberſtudiendirektor Dr. Roller zu den Schülern der oberen Klaſſen aller Schulen, während in den hier nicht an⸗ weſenden Schulklaſſen von den unterrichtenden Lehrern in der letzten Schulſtunde auf die Bedeutung Peſtalozzis hingewieſen wurde.
Am 26. März 1927 waren 100 Jahre verfloſſen, daß van Beethoven für immer die Augen geſchloſſen hat. Zu ſeinem Gedächtnis fand an dieſem Tage eine Feier ſtatt, bei der zwei Chöre und ein Muſikſtück des unvergleichlichen Meiſters zum Vortrag kamen, Herr Studienrat Dr. Blank hielt dabei die Gedächtnisrede.
6. Geſchenke.
An Geſchenken wurden im laufenden Schuljahr der Schule überwieſen: Vom Landes⸗ amt für das Bildungsweſen: Staatliche Bildſtelle. Verzeichnis der Aufnahmen. Deutſcher Kunſt⸗ verlag, Berlin 1926. Vom Neiſen auf der Eiſenbahn. Ein Leitfaden, Berlin, 1926.
Von der Rheiniſchen Volkspflege, Berlin, 6 Bände(Schrift 1—-11) der Sammluns Rheiniſche Schickſalsfragen.
Das Schlachtfeld von Troja. Eine Anterſuchung von Oskar Mey, Berlin u. Leipzig, Walter de Gruyter u. Co., 1926. Vom Verfaſſer überreicht.
Vom Heſſiſchen Vermeſſungsamt, Darmſtadt eine(auf Leinwand aufgezogen) Karte der Amgegend von Gießen.
Von der Bezirksſparkaſſe Gießen 4 Exemplare der Schrift: Empor aus eigener Kraft. Ein Leſeheft für die Jugend zur Belebung des Sparſinns.


