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5) Chor aus Euryanthe, von Weber. Jubeltöne, Heldenſöhne fröhlich jauchzend euch empfangen, Kühlt von Streitesglut die Wangen Mit den Roſen dieſer Flur. Muth erfriſcht das Herz des Kriegers, Kühnes Wagen iſt ihm Wonne, Selig, wen des Friedens Sonne Unter dieſen Blüthen grüßt. Seht, entgegen lacht euch Segen, ſchöner blühen Die Gefilde, Himmelsmilde Gebt ihr Tapfern uns zurück. Hirten werden froh euch preiſen, Berg und Thal von Luſt ertönen, Laßt euch Trank und Liebe krönen In der Treue Heiligthum. 6) Friedrich Lauer aus Gießen, Schüler der zweiten Claſſe: der Arme und der Reiche, von Gaudy. 7) Guſtav Oſann aus Gießen, Schüler der dritten Claſſe: das Glück von Edenhall, von Uhland. 8) Friedrich Ploch aus Gießen, Schüler der fünften Claſſe: Schwerting, der Sachſenherzog, von Ebert. 9) Duett aus den ſieben Schläfern von Löwe, geſungen von Carl Clemm und Carl Hanſtein. A. Laſſet in die Stadt mich gehn, Speiſen einzukaufen. Wer wird auf den Knaben ſehn in des Volkes Haufen? B. Zwillingsbrüder ich und du, bleiben wir verbunden. Hab' ich jemals Glück und Ruh ohne dich gefunden? A. Heut', nur heute ohne dich! B. Nimmer, nimmer ohne mich! 10) Ernſt Vix aus Gießen, Schüler der zweiten Claſſe: das freie Land von Gaudy.. 4 11) Theodor Adrian aus Gießen, Schüler der ſechsten Claſſe: der Ueberfall im Wildbad, von Uhland. 12) Zweiter Chorgeſang aus Sophokles Antigone, von Men⸗ delsſohn.—, 1. Strophe. Vieles Gewaltige lebt, doch nichts iſt gewaltiger als der Menſch. Drum ſelbſt über die dunkle Meerfluth Zieht er vom Süd umſtürmt, Hinwandelnd zwiſchen den Wogen Den rings umtoſ'ten Pfad. Er müdet ab die höchſte Göttin, Gäa die ewige, nie zu ermüdende,


