Jahrgang 
1794
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ehe andere Kennenlsse eingesemmelt haben, nnd ihre Aufmerk- samkeit einige Zeit mit Anstrengung ans einen Gegenstand hef- ten lönnen. Jii gelehrten Schulen wird-also nur die oberste Klasse daran Theil nehmen können: denn süt die geringern K(ass'eir ist ein insemmenhängender Vortrag über die Philoso- phie noch m schwer.-

-,. Der Lehrer hat Gelegenheit genug, bei) der Erklärung der alten Schriftsteller, bty.dem Unterricht in der Religion, äl- tern nnd neuern Geschichte- bey« der Ertlärirng der Regeln der-, Geschmacks, der guten Styls, lieh der Durchsicht der Auf- sähe seiner Eleven u. s. w. einzelne philosophische Bemerkun- gen aan der empirischen Psychologie, Vernnnstlehre, Moral,« natürlicheli Religion einzusireuem und sie schon in frühen Jah-« ten zum Selbstdenlen zu gewährten. Dieses ist einer der vor- züglechsten Zwecke alles Unterricht-. Alle Kenntnisse werden jun- gen Leuten von einigen Fähigkeiten weit. interesse-liter, wenn sie zugleich zum Nachdenken über die Gründe derselben in der menschlichen Natur, ihren Zusammenhang und Einflue ans die Vervollkommnung der Menschheit angeführt werden. · Sie ler- nen dadurch, wie man ans» einzelnen Fällen allgemeine Regeln « nnd Grundsätze ersinden kann, und werden diese Regeln und , Grundsätze desto besser begreissen nnd behalten, je leichter und ungezwiingener sie aus konkreten Fälleii« entwickelt, nnd je an- schquljcher sie gemacht worden sind.»»

Wenit diese Uehutigen von früher Jugend-an mit Flei- und steter Rücksicht auf die Fassungskraft nnd gesammelte Vot- tenntnisse der Lehrlinge angestellt werden: so werden sie hin- s länglich vorbereitet, um einen darauf folgendenfysiemaeischen

Unterricht in der Philosophie fassen in rennen. ««« 2) Der