Jahrgang 
1929
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Mathematik: 1. Wo und wann passiert ein Dampfer, der am 10. Februar um 11 Uhr New Vork(41°n. B., 74⁰0 n. L.) mit Kurs auf Kapstadt(34⁰ s. B., 18⁰ 5. L.) verlässt, und 20 Seemeilen Stundengeschwindigkeit hat, den Aquaton? 2. Welchen Winkel bilden miteinander die Tangenten an die Punkte x= 1 und X= 2,5 der Ellipse 42+ 92= 367 3. Wo liegen die Umkehrpunkte der Kurve y= 4 ¼3 9 3 x+ 52

f) Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts.

1. Zeichen- und Kunstunterricht.

In den unteren und mittleren Klassen wurden zur Freimachung schöpferischer Kräfte Arbeiten aus der Vorstellung und Erinnerung hergestellt, sowie Gedächtnisübungen vorgenommen. Das Stoffgebiet bildete die reale und geistige Umwelt des Kindes. Die Zeichnung als Ausdrucks- mittel war dem jeweiligen Alter angepaßt, so daß Perspektive nur von Fall zu Fall in diesen Klassen berührt wurde.

In den drei oberen. Klassen wurde vorwiegend subjektives Naturstudium getrieben. Nur eidetisch gut veranlagte Schüler machten noch größere Darstellungen aus der Vorstellung. Die Teichnung trat in den Dienst der Kunstbetrachtung durch perspektivische Skizzen, Grund- und Aufrisse, Kompositionsübungen, Wiedergabe von typischen Schmuckformen bestimmter Stile.

2. Musik.

Dem Musikunterricht standen insgesamt 9 Wochenstunden zur Verfügung. Davon entfielen auf die beiden Unterklassen je 2 Gesangstunden. Da es sich in diesem Jahre erstmalig er- möglichen ließ, daß auch die übrigen Musikstunden auf den Vormittag gelegt werden konnten, kamen die in früheren Jahren recht zahlreichen Befreiungen weit entfernt wohnender Schüler in Wegfall. Die Schüler der Klasse IV und U III, O lIl und U II, O II, Ul und OI bildeten je eine Abteilung mit einer wöchentlichen Unterrichtsstunde. An den Gesangstunden der Chor- gruppe beteiligten sich 54 Schüler und der Instrumentalmusikgruppe gehörten 27 Schüler aus den verschiedenen Klassen an. Beide Gruppen wirkten bei der Ausgestaltung der Schulfeiern mit.

3. Leibesübungen.

Außer dem Fachlehrer wurde Unterricht in den Leibesübungen erteilt von St.-R. Thies (Kl. UIl und U IIl) und Oberschull. Schild(KI. Vund VI comb.). Alle Schüler hatten wöchentlich 2 Turnstunden. Turnstoff für das Sommerhalhjahr bildeten vornehmlich die Übungen des Laufens, Werfens und Springens. Im Winter wurde an den Geräten geturnt. Dem Wunsch der Schüler entsprechend, fanden die Turnstunden der Klassen Oell und UIl in den Abendstunden statt. Die Spielnachmittage wurden von Oberschullehrer Berz geleitet. Es bestanden 4 Spiel- abteilungen. Die Mitglieder des Schülerturnvereins und diejenigen Schüler, die weit entfernt vom Schulort wohnten, waren von der Teilnahme befreit. Gespielt wurden die bekanntesten Kampfspiele Schlagball, Handball, Fußball, Faustball, Korbball und Schleuderball nebst den vorbereitenden Spielen, besondere Aufmerksamkeit aber auch den altdeutschen Bauernspielen gewidmet. Im Frühjahr und flerbst wurden des öfteren Geländespiele unternommen, an schönen Sommertagen die Strandbäder des Rheins besucht und eifrig Rudersport gepflegt. Während des Winters bildeten die schneebedeckten Höhen des Rheingaugebirges, die Eisfläche der Rheinwiesen und der zugefrorene Strom recht oft die Tummelplätze der Schüler an den Spielnachmittagen. Die Reichsjugendwettkämpfe wurden im Rahmen der Schule unter Leitung des Turnlehrers ausgetragen.