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Gründung einer Vereinigung erfolgen konnte, die hoffentlich bald alle früheren Schüler umfassen und so den Zusammenhang untereinander und mit der Schule fördern wird. Der flauptfesttag (4. 2.) begann mit festlichem Gottesdienst, der für die Katholiken in der Pfarrkirche, für die Evangelischen im neuen Schulgebäude stattfand. Anschließend begann in der prächtigen Aula des Neubaus der Weiheakt, zu dem sich eine außerordentlich zahlreiche Festversammlung ein— gefunden hatte. Die Feier, die von Musik- und Gesangstücken umrahmt wurde, begann mit einer Ansprache des Bauleiters, des Herrn Regierungsbaumeisters Beckmann, der die Schlüssel des flauses dem Direktor übergab. Dieser hielt darauf die Weiherede, in der nach dem Danke an alle an dem großen Werke beteiligten und der Begrüßung der Gäste die Geschichte und die Ent- wicklung der Anstalt unter besonderer Rücksichtnahme auf ihre Unterbringung behandelt wurde. Als Vertreter des Provinzialschulkollegiums sprach darauf Herr Oberregierungsrat von Bamberg, der die Glückwünsche der Behörde überbrachte. Es folgte eine Reihe von Vertretern geistlicher und weltlicher Behörden, die der Anstalt ihre besten Wünsche aussprachen. Anschließend an den Weiheakt fand ein Rundgang durch das Gebäude statt, dessen schöne und praktische Einrichtung allgemeinen Beifall fand. Ein Festessen im Deutschen Hause vereinigte danach eine große Zahl der Festteilnehmer. Auch hier wurde in ernsten und heiteren Worten der Schule mancher innige Wunsch übermittelt; hervorgehoben seien die warmherzigen Worte, in denen der Hlerr Dezernent der Anstalt auf das Lehrerkollegium sprach. Der Abend gehörte wieder den ehemaligen Schülern, die in der„Germania“ im Verein mit ihren Angehörigen und den Lehrern ein frohes Wiedersehen feierten. Am folgenden Sonntag(5. 2.) war die Schule für einige Stunden der allgemeinen Besichtigung freigegeben; der Besuch übertraf alle Erwartungen, die Besucher waren voller Anerkenung für die Schönheit des Neubaus. Am Nachmittage wurde Eltern und Freunden in der schönen Aula durch unsere Schüler Gesang und Spiel geboten, insbesondere wurde unter großem Beifall das Tellspiel aufgeführt. Den Ausklang der gesamten Feier bildete ein wohlgelungener Elternabend im Saale des Frankfurter flofes, der die Teilnehmer kaum zu fassen vermochte. Auf die Ansprachen des flerrn Vorsitzenden des Elternbeirats und des Direktors folgte eine Reihe von Vorträgen und Aufführungen der verschiedensten Art und hielt die Eltern, Schüler und Gäste lange in fröhlichster Stimmung zusammen. Das Fest verlief in allen Teilen in schönster Weise und wird allen, die an ihm teilgenommen haben, unvergeßlich bleiben. Allen, die sich um seine Vorbereitung und seinen schönen Verlauf verdient gemacht haben, sei hier noch einmal der herzlichste Dank ausgesprochen. Er gilt im besonderen Maße den Vertretern der Städte Geisenheim und Rüdesheim, die durch Bereitstellung von Mitteln und unermüdliche Vorbereitung zeigten, welche Bedeutung sie der ehemals von ihnen gegründeten und stets geförderten Anstalt beimessen.
6. Aus den Verfügungen der Behörden.
1. Ministerialerlaß vom 30. Mai 1927: Die Schüler sollen von Zeit zu Zeit auf die Schonung der Tier und Pflanzenwelt und auf die Gefahren des Feueranzündens im Walde hingewiesen werden.
2. Ministerialerlaß von 12. August 1927: Neue Bestimmungen über die Versetzung der Schüler und Schülerinnen an den höheren Schulen Preußens.
3. Ministerialerlaß vom 24. August 1927: Die Schulen sollen auf die Bedeutung des Jugendherbergswerkes aufmerksam gemacht und zur Erwerbung der körperschaftlichen Mitgliedschaft angeregt werden.


