Jahrgang 
1928
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Propellermodell. Den Spendern sei auch an dieser Stelle gedankt. Durch freundliches Entgegen- kommen der Intendantur des Staatstheaters in Wiesbaden wurde den Schülern und deren An- gehörigen durch Preisermäßigung der Plätze ein öfterer Theaterbesuch ermöglicht. Die Anstalt ist Herrn Hofrat Sommerfeld für dieses Wohlwollen zu besonderem Danke verpflichtet. In dem gleichen Maße gebührt der Leitung der hiesigen Volksschule Anerkennung für die bereitwillige Oberlassuug der Turnhalle.

5. Geschichte der Anstalt.

a) Der Verlauf des Schuljahres.

Das Schuljahr begann am 26. April mit der Aufnahmeprüfung. Am folgenden Tage nahm nach feierlichem Gottesdienst der regelmäßige Unterricht seinen Anfang. Der Dezernent der Anstalt, Herr Geh. Regierungs- und Oberschulrat Dr. Gerstenberg, besuchte die Schule am 1. 7. Des Verfassungstages konnte wie immer erst nach den Sommerferien am 16. 8. in entsprechender Weise gedacht werden. Am 17. 9. wurden nach der Turnreifeprüfung in den volkstümlichen UÜbungen die Reichsjugendwettkämpfe ausgetragen. Der Geburtstag des Reichspräsidenten wurde, da der Tag selber in die Ferien fiel, schon am 27. 9. gefeiert. Die mündliche Reifeprüfung fand unter der Leitung des flerrn Geh. Regierungs- und Oberschulrats Dr. Gerstenberg am 12. 3. statt. Alle 13 Prüflinge bestanden, darunter fünf mit der Notegut. Am 17. 3. erfolgte die feierliche Entlassung der Abiturienten. Am 30. 3. wurde der 400. Wiederkehr des Todestages Albrecht Dürers in einer kurzen Feier gedacht, der die Besichtigung einer Dürerausstellung vorausging.

b) Der Einzug in das neue Anstaltsgebäude und seine Einweihung.

Wenn im letzten Jahresbericht die Hoffnung ausgesprochen wurde, der Neubau werde mit Beginn des Winterhalbjahres bezogen werden können, so erwies sich das als trügerisch. Die Schule mußte vielmehr noch mehrere Monate in den alten, unzulänglichen Räumen verbleiben. Doch erwies es sich im Einvernehmen mit der Bauleitung wenigstens als möglich, den Umzug, der sonst eine empfindliche Störung des Unterricht mit sich gebracht hätte, unmittelbar im Anschluss an die Weihnachtsferien vorzunehmen. Er fand denn am 5. und 7. 1 statt, obwohl die innere Einrichtung noch längst nicht fertig war und noch wochenlang die tlandwerker im Hause tätig waren. Die eigentliche Einweihungsfeier mußte daher noch hinausgeschoben werden. Im Einvernehmen mit dem Ausschuß ehemaliger Schüler und den Stadtverwaltungen der Städte Geisenheim und Rüdesheim, die bei der Weihe des Neubaus der ehemals städtischen Anstalt mit als Festgeber auftraten, wurden als Festtage die Tage vom 3.5. Februar bestimmt. Ein Festausschuß unter Leitung des Studienrats Kops hatte in langen Beratungen die Feier um- sichtig vorbereitet, die denn auch in allen Teilen einen wohlgelungenen Verlauf nahm. Zahlreiche Gäste, darunter viele ehemalige Schüler, beteiligten sich an der Feier der Schule. Als Vertreter der vorgesetzten Behörde, insbesondere des flerrn Oberpräsidenten, erschienen die flerren Geh. Regierungs- und Oberschulrat Dr. Gerstenberg und Oberregierungsrat von Bamberg. Außerdem waren beim Weiheakt zahlreiche Vertreter hiesiger und auswärtiger Behörden und Schulen zu- gegen. Den Auftakt der Feier bildete am 3. 2. ein prächtiger Fackelzug der jetzigen und ehe- maligen Schüler, der vom alten Schulhofe aus die Straßen der Stadt durchzog und auf dem neuen Hofe mit der Abbrennung eines fHolzstoßes nach einer feurigen Ansprache des Studienrats Kops seinen wirkungsvollen Abschluß fand. Abends fanden sich dann in derGermania viele frühere Schüler mit ihren alten Lehrern zusammen. Besonders erfreulich war, daß hierbei die