Jahrgang 
1928
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Edelsteinschleiferei, in die ärmlichen Lebensverhältnisse der Bewohner des Hunsrücks und der Eifel und lernten in Trier Denkmäler römischer Baukunst kennen. Während der zweiten flälfte der Sommerferien unternahm eine weitere Schülergruppe unter der gleichen Führung eine 14tägige Wanderfahrt durch Thüringer Wald, Rhön und Spessart. Besonders wertvolle Erlebnisse boten Eisenach, Wartburg, Fulda, der Segelflugbetrieb auf der Wasserkuppe und eine die Wan- derung abschließende Floßfahrt um das Mainviereck Lohr-Aschaffenburg.

Zu Beginn der Sommerferien machte Studienrat Schlitt mit Schülern der OII eine 6tägige Wander- und Studienfahrt nach Rothenburg o. T. Auf dem flinwege wurden Miltenberg und Wertheim am Main berührt, Rothenburg selbst wurde eingehend besichtigt. Auf dem Rückwege wurden ein Teil des Taubertales durchwandert und der Hochspessart durchquert.

Die Unterprima unternahm mit ihrem Klassenleiter, Studienrat Dr. Hornschu, vom 9. bis 21. Juli eine Wanderfahrt durch Süddeutschland. Die Reise ging über Nürnberg, Regensburg (Walhalla), München(Deutsches Museum, Nymphenburg, Neue Pinakothek), Garmisch-Parten- kirchen(klöllentalklamm, Eibsee), Augsburg, Nördlingen, Dinkelsbühl, Rothenburg o. d. Tauber, Bad Mergentheim, feidelberg nach Wiesbaden zurück. Ubernachtet wurde ausschließlich in Jugendherbergen.

Solche Wanderfahrten müßten für die Oberklassen höherer Lehranstalten obligatorisch sein und vom Staat durch ausreichende Zuschüsse finanziert werden.

Die Schüler werden körperlich an die Bildungswerte deutscher Kulturfaktoren herangeführt. Unterrichtsfächer wie Länder- und Stammeskunde, Kunst- und Literaturgeschichte, Technik und Geologie, Weltgeschichte und Wirtschaftskunde werden in der Klasse mit mehr Bereit willigkeit entgegengenommen werden.

4. a) Gesundheitliches.

Der Gesundheitszustand war bei Lehrern und Schülern besser als in den Vorjahren. Ein Schularzt ist nicht vorhanden.

b) Todesfälle.

Die Schule hatte in diesem Jahre den Verlust zweier braver und tüchtiger Schüler zu beklagen. Die Todesfälle wirkten umso erschütternder, als es sich bei beiden um Zusammen- stöße eines radfahrenden Schülers mit einem Auto auf unserer so gefährlichen Landstraße handelte. In den Sommerferien verunglückte tödlich Konrad Gruner aus O II, im Dezember Werner kläuser aus V. Lehrer und Mitschüler folgten den so früh Dahingeschiedenen auf ihrer letzten Fahrt. Möchte dieser doppelte Verlust alle Beteiligten anregen, durch Warnung und Belehrung solch schweren Verlusten in Zukunft vorzubeugen!

i) Schulgeld, Freistellen, Hilfsbücherei.

Der Schulgeldsatz beträgt jährlich Mk. 200.. Für das zweite eine höhere oder mittlere Schule besuchende Kind tritt auf Antrag eine Ermäßigung um 25%, für das dritte eine Ermäßigung um 50% ein. Jedes weitere Kind ist schulgeldfrei. Das Schulgeld ist in monatlichen Beträgen von Mk. 17.(im letzten Monat des Vierteljahres Mk. 16.) jeweils am 2. eines jeden Kalendermonats, am vorteilhaftesten durch UÜberweisung, zu entrichten und muß bis spätestens am 10. eines jeden Kalendermonats bezahlt sein. Die Anstalt unterhält neben dem Postscheck-Konto(Frankfurt a. M. Nr. 14 755) laufende Konten bei den hiesigen