Jahrgang 
1911
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von 15 16 Jahren, die Schule durchgemacht, es bleibt alsdann noch Zeit genug einen prak- tischen Beruf zu ergreifen, falls nicht die Fortsetzung der Studien an einer Vollanstalt beab- sichtigt ist. Bedingungen für die Aufnahme in die Sexta sind: 1. Geläufiges Lesen deutscher und lateinischer Druckschrift; 2. Einige Übung, Vorgesprochenes in deutscher und lateinischer Schrift ohne größere Fehler gegen die Rechtschreibung niederzuschreiben; 3. Eine reinliche, leserliche Handschrift; 4. Sicherheit in den 4 Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen; 5. Einige

Kenntnis der biblischen Geschichte.

Die mit dem Reifezeugnis von der Schule abgehenden Schüler werden darauf auf- merksam gemacht, daß es sich in ihrem eigenen Interesse dringend empfiehlt, sofort nach Eintritt in das militärpflichtige Alter, also mit Vollendung des 17. Lebensjahres die Berechtig- ung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst bei der Prüfungskommission für Einjährig-Frei- willige nachzusuchen..

Beginn des Schuljahres. Das neue Schuljahr beginnt Mittwoch den 19. April, morgens 8 Uhr, mit der Prüfung der neu aufzunehmenden Schüler. Der ÜUnterricht nimmt Donnerstag, den 20. April, morgens 8 Uhr, seinen Anfang.

Ferienordnung für das Schuljahr 191112.

Schulschluß: Wiederbeginn des Unterrichts: Ostern 1911 Mittwoch, den 5. April. Donnerstag, den 20. April. Pfingsten Freitag, den 2. Juni. Dienstag, den 13. Juni. Sommer Freitag, den 21. Juli. Dienstag, den 22. August. Michaelis Samstag, den 7. Oktober. Donnerstag, den 19. Oktober. Weihnachten Donnerstag den 21. Dezember. Donnerstag, den 4. Januar 1912. Ostern 1912 Samstag, den 30. Närz.

Mit dem Schluß dieses Schuljahres verläßt der Unterzeichnete Geisenheim und die seit Herbst 1903 von ihm geleitete Realschule, um die Leitung des Gymnasiums und Real- progymnasiums der Stadt Limburg a. d. Lahn zu übernehmen. Es ist ihm eine angenehme Pflicht, hier mit herzlichem Danke auszusprechen, daß ihm freundschaftliche Gesinnung und Vertrauen in reichem Maße entgegengebracht worden ist, und daß insbesondere das Lehrer- kollegium der Realschule stets treu kameradschaftlich ihm zur Seite gestanden hat. Er scheidet aus dem schönen Rheingau mit den aufrichtigsten Wünschen für das Gedeihen der Schule, sowie das Wohlergehen ihres Lehrerkollegiums und ihrer Zöglinge und aller derer, die ihm amtlich und außeramtlich näher getreten sind.

K. Beckmann, Direktor.