18 worden. Es ist in liebenswürdiger Weise die Erlaubnis erteilt worden, am Rheinufer zwischen Zollstrasse und Brennofen zu jeder Zeit Turnspiele zu veranstalten. Da bei der wachsenden Schülerzahl die vorhandenen Klassen für die kombinierten Stunden zum Teil zu klein geworden sind, so wird mit Beginn des neuen Schuljahres die bisherige Aula in ein grosses Klassenzimmer umgewandelt, welches sowohl als Kombinationsraum als auch als Zeichensaal verwendet werden soll. Aus Uberschüssen ist schliesslich die Summe von 1300 Mark dem Direktor zur Verfügung gestellt worden, um einige in der Lehrerbibliothek und in den verschiedenen Lehrmittelsammlungen vorhandene grössere Lücken auszufüllen. Für die den Zwecken der Schule dadurch zuteil gewordene verständnisvolle Förderung sagen Direktor und Lehrerkollegium auch an dieser Stelle aufrichtigen Dank.
5. Besichtigungen und Prüfung. Am 9. Mai war Herr Oberregierungsrat Dr. Paehler in Geisenheim, um mit den städtischen Körperschaften die Frage des Ausbaus der Realschule zu einer Vollanstalt zu besprechen. Bei dieser Gelegenheit unterzog der- selbe die Anstalt einer eintägigen Revision.— Auch der Herr Oberpräsident von Hessen- Nassau, Exzellenz von Windheim benutzte am 30. Mai die Gelegenheit seiner Anwesenheit in Geisenheim, die Anstalt zu besichtigen. In seiner Begleitung befanden sich Herr Regierungspräsident von Hengstenberg und Herr Landrat Wagner.— Der schriftliche Teil der Schlussprüfung fand in den Tagen vom 14. bis 17. März statt. Am Freitag, den 7. April wurde alsdann unter dem Vorsitz des Herrn Oberregierungsrats Dr. Pachler als Königlichen Kommissars, sowie in Gegenwart des Herrn Jos. Burgeff als Vertreters des Kuratoriums die mündliche Prüfung begonnen. Beendigt wurde sie am nächstfolgenden Tage(8. April) unter dem Vorsitz des Unterzeichneten, dem hierfür die Geschäfte des Königlichen Kommissars übertragen waren. Das Ergebnis der Prüfung ist weiter unten (IV C) zusammengestellt zu finden.
6. Ferien. Die Ferien dauerten zu Pfingsten vom 21.— 30. Mai, im Sommer vom 17. Juli bis zum 15. August, im Herbst vom 2.—13. Oktober, zu Weihnachten vom 24. Dezember bis zum 6. Januar.— Wegen grosser Hitze fiel der Nachmittagsunterricht aus am 7. und 16. Juni, am 11., 12., 14. und 15. Juli; aus demselben Grunde wurde am 8. und 9. Juli morgens schon um 10 ½ Uhr der Unterricht geschlossen.
7. Unterrichtszeit. Im Interesse der auswärts wohnenden Schüler richtet sich die Unterrichtszeit nach den Fahrplänen der Eisenbahn. Dem entsprechend begann der Unter- richt morgens um 8 Uhr, nachmittags um 2 Uhr 20 Minuten.


