6. Rechnen und Mathematik. ülfslehrer Nägler. Wöchentlich sechs Stunden. Lehrbücher: Rechenbuch von Schellen; Elemente der Mathematik(Planimetrie) von Reidt. Dezimalrechnung. Einfache und zusammengesetzte Regeldéetri mit ganzen Zahlen und Brüchen(Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben), Zinsrechnung. Anfänge der Buch- stabenrechnung. Die Lehre von den Geraden, Winkeln, Dreiecken und Parallelogrammen. Einführung in die Inhaltsberechnung. 12 Haus- und 10 Klassenarbeiten.
7. Naturbeschreibung. flülfslehrer Nägler. Wöchentlich zwei Stunden. Lehrbücher: Botanik und Zoologie von Bail. Vergleichende Beschreibung verwandter Arten und Gattungen von Blütenpflanzen nach vorhandenen Exemplaren. UÜbersicht des natürlichen Pflanzensystems. Lebenserscheinungen der Pflanzen. Anlegen eines Her-— bariums. Wiederholung und Erweiterung des zoologischen Lehrstoffs der früheren Klassen mit Rücksicht auf die Erkennung des Systems der Wirbeltiere. Ubungen im einfachen schematischen Zeichnen des Beobachteten.
8. Schreiben. Lehrer Roth. Wöchentlich zwei Stunden. Fortgesetzte UÜbungen in deutscher und lateinischer Schönschrift. Rundschrift.
9. Zeichnen. Lehrer Roth. Wöchentlich zwei Stunden. Rosetten, Sterne und Zierfiguren, Gefäss-, Blatt- und Blütenformen, Flachornamente und Spirale.
Zusatz.
Die Lateinschüler haben statt der obigen sechs Stunden Französisch wöchentlich sechs Stunden Lateinisch. Ausserdem bekommen sie französischen Antfangsunterricht in wöchentlich vier Stunden, welche dadurch gewonnen werden, dass sie am Schreibunter-— richt nicht teilnehmen und im Rechnen(Mathematik)— wie auf dem Gymnasium— nur vier Stunden erhalten. Die Lehraufgaben dieser Schüler im Lateinischen und Französischen sind folgende:
1. Lateinisch. Oberlehrer Martin. Wöchentlich sechs Stunden. Lehrbücher: UÜbungsbuch von Ostermann(dritter Teil), Grammatik von Siberti-Meiring. Lektüre: Zwölf Lebensbeschreibungen nach Cornelius Nepos aus dem UÜbungsbuch. Auswendig- lernen von Sätzen allgemeinen Inhalts. Stilistische Eigentümlichkeiten, wichtigere Phrasen und synonymische Unterscheidungen.— Grammatik: Wiederholung der Formenlehre sowie das Wesentliche aus der Kasuslehre und der Syntax des Verbums. Münclliche und schriſtliche Übersetzungen aus dem Lateinischen und aus dem Deutschen. 20 Haus- und 20 Klassenarbeiten.
2. Französisch. Hülfslehrer Schneider. Wöchentlich vier Stunden. Lehr- buch: Elementarbuch von Ploetz-Kares. Lautier und Lescübungen. Chorsprechen. Auswendiglernen von Gedichten, Rätseln und Prosastücken. Sprechübungen im Anschluss an die Umgebung, die Lesestücke im Anhang des Lehrbuchs und die Hölelschen Bilder. Rechtschreibeübungen. Erlernen der regelmässigen Konjugation unter Beschränkung auf den Indikativ, sowie der Hülfsverben avoir und étre, Deklination des Hauptworts, Steige-— rung des Eigenschaftsworts, Zahlwörter und die wichtigsten Fürwörter. 20 Haus- und 20 Klassenarbeiten.


