Jahrgang 
1898
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Für den mathematiſchen Unterricht: 4 Lineale, 3 Zirkel, 2 Winkel, 2 Transporteure. Für den phoſikaliſchen Unterricht wurden geſchenkt: Von Herrn pvitſetrein Martiny ein Telegraphen-Schreibapparat. Vom Obertertianer Kirch⸗ hoff eine eiſerne Kugel mit 2 Haken. Den Schenkgebern ſpricht der Unterzeichnete namens der Anſtalt den ſchuldigen Dank aus.

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VI. Annterſtützungen von Schülern.

Befreiungen von der Zahlung des Schulgeldes wurden bedürftigen und würdigen Schülern bewilligt, ſoweit dies bis zu 10% der Solleinnahme zuläſſig war. Desgleichen wurde dürftigen Schülern ein Teil der nötigen Schulbücher aus der Bibliotheca pauperum der Anſtalt leihweiſe überlaſſen.

Aus der Michael König'ſchen Stiftung erhielten S iſraelitiſche Schüler je 85 Mark zur Be⸗ ſtreitung der Koſten des Schulbeſuches bewilligt.

VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.

Das neue Schuljahr beginnt Dienstag den 19. April.

Die Aufnahmeprüfungen beginnen tags zuvor um 8 Uhr morgens. Anmeldungen neuer Schüler nimmt der Unterzeichnete während der Ferien vormittags von 1012 Uhr entgegen. Die Anmeldung muß unter Vorlegung des Tauf- und Geburtsſcheines, ſowie eines Impf⸗ reſp. Wieder⸗ impfungsſcheines und eines Zeugniſſes der bisherigen Lehrer durch die Eltern oder deren Stellvertreter in Perſon oder ſchriftlich geſchehen, welche für die auswärtigen Schüler die Zuſtimmung des Direktors zu dem von ihnen zu wählenden Koſthauſe nachzuſuchen haben.

Für die Aufnahme in die Serta, welche in der Regel mit dem vollendeten 9. Lebensjahre erfolgen ſoll, ſind folgende Kenntniſſe und Fertigkeiten nachzuweiſen: Geläufigkeit im Leſen deutſcher und lateiniſcher Druckſchrift, eine leſerliche und reinliche Handſchrift auch die lateiniſchen Buchſtaben müſſen geübt werden, Fertigkeit, Diktiertes ohne grobe orthographiſche Fehler nachzuſchreiben, Sicherheit in den vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen.

Der Unterzeichnete richtet an die Eltern das Erſuchen, ihre Söhne der Anſtalt rechtzeitig zuzuführen. Tritt ein Knabe rechtzeitig ein, ſo kann er die Anſtalt auch rechtzeitig und mit abge⸗ ſchloſſener Bildung verlaſſen und wird dann nicht ſo leicht auf die Wahl eines lieben Berufes wegen zu hohen Alters verzichten müſſen.