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und die Entwickelung derſelben bis zu ihrem jetzigen Standpunkte zum großen Teile der Förderung ihrer Intereſſen durch den Verewigten zu danken iſt, und daß er mit warmer Herzensbeteiligung ſich über jeden Erfolg und jede der Schule zu teil werdende Anerkennung freute. Nicht weniger als 30 Jahre hatte der Verſtorbene in ſeiner Eigenſchaft als Oberbürgermeiſter der Stadt als ſtell— vertretender Vorſitzender dem Verwaltungsamte unſerer Anſtalt angehört und alle Geſchicke und Wandlungen derſelben in dieſem langen Zeitraume perſönlich durchlebt. In der eingangs unſerer Chronik erwähnten gemeinſchaftl. Sitzung der Stadtverordneten, in welcher es ſich um die Frage handelte, ob die Stadt die bedeutenden Mehrkoſten, welche ihr durch die Einführung des neuen Normaletats an der Anſtalt erwachſen würden, übernehmen könne und ſolle, hat er ſein Wirken für unſere Anſtalt gewiſſermaßen geſchloſſen nnd iſt auch hier, wie ein Augen- und Ohrenzeuge dem Unterzeichneten berichtete, in richtiger Würdigung der Bedeutung der Schule„warm und ſchneidig“ für dieſelbe eingetreten. Wie allgemein und wie groß die Hochachtung, Verehrung und Liebe war, die man dem Hingeſchiedenen wegen ſeiner Verdienſte um die Stadt und den Kreis Fulda, wegen der Lauterkeit und Liebenswürdigkeit ſeines Charakters, wegen ſeiner echt chriſtlichen Geſinnung zollte, trat beſonders bei ſeiner Beerdigung hervor, der bezüglich der Zahl und der Herzensbeteiligung der Leidtragenden kaum eine der ſeit Jahren hierſelbſt ſtattgefundenen Beerdigungen an die Seite geſtellt werden konnte. Möge er in Frieden ruhen!
10. Ein zweites Mitglied des Kuratoriums, Herr Hofapotheker Rullmann ſchied zu Anfang des Schuljahres aus durch Verlegung ſeines Wohnſitzes nach München. Derſelbe gehörte 5 Jahre dem Kuratorium an, und gebührt ihm für ſein der Schule bethätigtes Intereſſe unſer wärmſter Dank.
11. Am 16. Januar beteiligten ſich Lehrer und Schüler der Anſtalt ohne Unterſchied der Konfeſſion an der Feier der Beerdigung des am 11. Januar infolge eines Schlaganfalles in Gott entſchlafenen Hochwürdigſten Herrn Biſchofs von Fulda, Dr. Joſeph Weyland. Auch in ihm hatte die Anſtalt einen beſonderen Freund und Gönner, deſſen Andenken bei ihr fortleben wird.
12. Am 27. Januar, in den Vormittagsſtunden, beging die Schule in ihrer reichgeſchmückten Aula das Feſt des Allerhöchſten Geburtstages Sr. Majeſtät unſeres Königs und Kaiſers Wilhelm II. Die Feſtrede hielt Herr Oberlehrer Dr. Melchior.
13. Unter dem 23. Februar machte Kgl. Provinzial⸗Schulkollegium dem Kuratorium die er⸗ freuliche Mitteilung, daß der Herr Miniſter auf Antrag des Kgl. Provinzial⸗Schulkollegiums unſerer Anſtalt vom 1. April 1893 ab ſtatt des bisherigen Staatszuſchuſſes von jährlich 6300 Mk. einen ſolchen von 10000 Mk. bewilligt habe.— Den hohen Behörden ſind wir für dieſen neuen Beweis der Fürſorge für unſere Schule zum wärmſten Danke verpflichtet.
14. Am 9. März fand die mündliche Prüfung der Abiturienten ſtatt. Den Vorſitz fäcri Herr Provinzial⸗Schulrat Kannegießer.
15. Mit dem Schluſſe des Schuljahres ſteht der Anſtalt ein ſehr fühlbarer Verluſt eporz Herr Profeſſor Dr. Wagner, welcher ihr ſeit 1851 angehörte und ſich durch unverbrüchliche Pflichttreue und vorzügliches Lehrtalent in würdigſter Ausfüllung ſeines Berufes um die Schule verdient gemacht hat, wird am 1. April d. J. in den Ruheſtand treten. Möge er die verdiente
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