Jahrgang 
1881
Einzelbild herunterladen

10.

Naturkunde: a) Naturbeſchreibung 2 St. Mineralogie nach Schilling III, Ausgabe B. b) Phyſik: 2 St. Mechanik der flüſſigen und luftförmigen Körper, Akuſtik, Magnetismus, Elektricität und Galvanismus. c) Chemie: 2 St. Die nichtmetalliſchen Elemente, nach Rüdorff.

Zeichnen: 2 St. Das techniſche Zeichen wurde fortgeführt bis zu den ſchattierten per⸗ ſpektiviſchen Anſichten, ſchattierte Ornamente ꝛc.

Geſang: 2 Stunden für die Schüler, welche der Selekta angehören. Mit derſelben wurden dreiſtimmige Lieder und Choräle aus verſchiedenen Sammlungen eingeübt.

Die Turnübungen fanden im Sommer und im Winter in 4 St. wöchentlich mit zwei Ab⸗ teilungen in der ſtädtiſchen Turnhalle ſtatt.

In Folge des Abzuges der hieſigen Garniſon war den Schülern der Anſtalt die Gelegenheit, die Garniſon⸗Schwimmanſtalt zu benutzen, in dieſem Jahre nicht mehr geboten. Da die Stadt am 31. März h. a. eine Garniſon wiedererhalten hat, ſo wird ſich durch ein Uebereinkommen mit der neuen Militairbehörde jene Gelegenheit den Schülern der Anſtalt hoffentlich wieder verſchaffen laſſen.

Themata zu den von den Abiturienten angefertigten Prüfungsarbeiten.

.Deutſch: Wer ernten will, muß ſäen.

Latein: Ueberſetzung eines deutſchen Diktats in das Lateiniſche.

Franzöſiſch: Ueberſetzung eines deutſchen Diktats in das Franzöſiſche.

.Engliſch: Ueberſetzen eines deutſchen Diktats in das Engliſche.

. Mathematik: a) Geometriſche Aufgabe: Wie groß iſt der an einer Seitenkante einer geraden quadratiſchen Pyramide liegende Keilwinkel, wenn die Neigung einer Seitenfläche gegen die Baſis 45° beträgt? b) Trigometriſche Aufgabe: Von zwei Punkten A und B beyegen ſich zwei Kugeln, deren Richtungen mit der Linie AB reſp. Winkel von 32° 16 und 46⁰ 10 bilden. Die Kugeln haben eine Geſchwindigkeit von 6,7 m in der Sekunde, AB mißt 87,6 m. Nach wie langer Zeit erreicht jede Kugel den Durchſchnittspunkt der beiden Richtungen? c) Algebraiſche

Aufgabe I. ¼"VvX y= 1+ VxX 1. II. VX T y+ V y= 5. d) Re⸗ chenaufgabe. Auf einem Eiſenbahnzuge haben für die Strecke von A nach B in der 2. Wagenklaſſe 90 Per⸗ ſonen mehr, als in der 1. und in der 3. Wagenklaſſe 200 Perſonen mehr, als in der 2. Billete ge⸗ nommen. Der Ertrag für die gelöſten Billete belief ſich im Ganzen auf 1480 M. und zwar für die 2. Klaſſe 420 M. mehr, als für die 1. und 400 M. weniger, als für die 3. Ein Billet der 1. Klaſſe koſtet ſo viel als ein Billet der 2. und 3. zuſammen. Wie viel betrug a) die Perſonen⸗ zahl jeder Klaſſe, b) der Preis des Billets jeder Klaſſe?

An dddo