Jahrgang 
1912
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Die zehn Klaſſen der Anſtalt wurden in 5 Abteilungen unterrichtet, und zwar gehörten

zur Abt. 1 die Prima, die Oberſekunda und einige aus Unterſekunda, zur Abt. 2 der größere Teil der Unterſekunda und die Obertertia,

zur Abt. 3 die beiden Untertertien,

zur Abt. 4 die Quarta und ein Teil der Quinta,

zur Abt. 5 der Reſt der Quinta und die Sexta.

Vorturnerſtunden wurden nicht erteilt. Die Oberrealſchule benutzt die ſtädtiſche Turn⸗ halle und den damit verbundenen Turnplatz..

Die Turnſpiele wurden von ſämtlichen Abteilungen betrieben, teilweiſe auf dem eben⸗ genannten Turnplatze, teilweiſe, und zwar in einer Stunde wöchentlich von den drei oberen Ab⸗ teilungen, auf der ehemaligen ſtädtiſchen Bleiche oberhalb der Hornungsbrücke.

Ein Schülerturnverein unter Leitung der Oberprimaner Siebert und Stark, mit durchſchnittlich 25 Mitgliedern, turnte in einer Stunde wöchentlich. Ein Fuß⸗ ballſpielverein, unter derſelben Leitung, hielt in der günſtigen Jahreszeit zweimal wö⸗ chentlich ſeine Übungen auf der ſtädtiſchen Bleiche ab.

Schwimmen. Im Laufe des Sommers waren 134 Schüler der Oberrealſchule regel⸗ mäßige Beſucher der ſtädtiſchen Badeanſtalt in der Roſenau. 47 Schüler lernten in dem Berichtsjahre das Schwimmen. 95 Schüler ſind Freiſchwimmer.

Geſang. Je 2 Stunden für Sexta und Quinta. Erklärung und Einübung der Noten⸗ ſchrift, dynamiſche und rhythmiſche Übungen. Einübung von Liedern aus dem Liederkranz von Erk und Graef.

In 3 Stunden wöchentlich übte der Chor, der aus den ſtimmbegabten Schülern der Klaſ⸗ ſen Quarta bis Prima aufgrund einer zu Anfang jedes Halbjahrs vorgenommenen Stimm⸗ probe zuſammengeſetzt iſt, und zwar in 1 Stunde die Knaben⸗ und die Männerſtimmen ge⸗ trennt, in 1 Stunde zuſammen. Es wurden vierſtimmige Lieder aus dem Chorbuche von Sering und andere Chöre eingeübt.

Stenographie Verein für Kurzſchrift an der Oberrealſchule in Fulda. Vor⸗ ſitzender im Sommer der Oberprimaner Rapp, im Winter der Unterprimaner Windrath. Die Durchſchnittszahl der Mitglieder betrug 38. Zwei Anfängerkurſe im Sommer, einer im Winter, ein Kurſus in Debattenſchrift, regelmäßige wöchentliche Übungen der Vereinsmitglieder in drei Abteilungen, zwei Preis⸗Wettſchreiben zeugen von der Tätigkeit, die im Verein herrſcht.

Dem Literariſchen Verein gehörten 17 Mitglieder an, Schüler der drei oberen Klaſſen. Den Vorſitz führte im Sommer der Oberprimaner Ehrhardt, im Winter der Unterprimaner Berg. Die Zuſammenkünfte zu gemeinſamer Lektüre, beſonders von Werken neuerer Dichter und Schriftſteller, und zu Vorträgen fanden einmal wöchentlich in dem dem Vereine im Schulgebäude eingeräumten Zimmer ſtatt.