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Am 15. September besichtigte der Direktor des Königlichen Provinzial-Schulkollegi- ums Herr Ober- und Geheimer Regierungsrat Dr. Paehler das mit dem Gymnasium ver- bundene Pädagogische Seminar und führte im Anschluß daran am 16., 17. und 18. September den Vorsitz bei der Reifeprüfung der Nichtschüler, die zum Herbsttermin 1913 dem Gymna- sium überwiesen worden waren. Von 17 Bewerbern, die sich zur Prüfung gestellt hatten, er- hielten 8 das Zeugnis der Reife.
Das Winterhalbjahr begann Montag den 13. Oktober.
Am 18. Oktober fiel anläßlich der 100 jährigen Wiederkehr des Tages der Völkerschlacht bei Leipzig der Unterricht aus. Das Gymnasium, dessen Schüler auf die Bedeutung des Tages hingewiesen worden waren, beteiligte sich an dem gemeinsamen Festzuge der sämtlichen Vereine der Stadt, der am Abend als Fackelzug mit Abbrennen von Freudenfeuern und unter vaterländischen Ansprachen stattfand.
Am 20. Dezember wurde für die verstorbenen Wohltäter des Gymnasiums das jähr- liche Gedächtnisamt in der Gymnasialkirche gehalten.
Am 27. Januar vormittags 9 Uhr beging die Anstalt die Feier des Allerhöchsten Ge- burtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. in der Aula mit Gesang, Mu- sik und Deklamationen. Die Festrede hielt Oberlehrer Gotthardt.
Am 4. Februar feierte die Anstalt das Andenken an Rhabanus Maurus durch einen festlichen Gottesdienst in der Gymnasialkirche; die erste Unterrichtsstunde fiel aus.
Am 29. Januar 1914 starb der frühere Direktor unseres Gymnasiums Herr Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Georg Wesener zu Köln a. Rhein, wo er zuletzt im Ruhe- stand lebte. Das segensreiche Wirken des Verblichenen als langjähriger Lehrer und Leiter unserer Anstalt lebt hier noch in treuer, dankbarer Erinnerung fort. Das Lehrerkollegium widmete für die Bahre des selig Verschiedenen eine Kranzspende. R. I. P.
Es haben sich hier eine Anzahl von Schülern zu erlaubten Vereinigungen(z. B. Gymna- sialturnverein, Malerverein, Stenographenverein, musikalisches und literarisches Kränzchen) zu- sammengeschlossen, die von einzelnen Lehrern gefördert werden und jedes Jahr in Anwesenheit mindestens eines Lehrers ihr Stiftungsfest feiern dürfen. Auch die Temperenz- und Anti- alkoholbewegung hat unter den Schülern an Boden gewonnen, indem eine beträchtliche Anzahl dem Kreuzbündnis angehören. Auch der Wandervogel hat einige Teilnehmer gefunden.
Als Gymnasial-Alumnat besteht hier ein Bischöfliches Conviet für katholische Schüler unter Leitung eines geistlichen Direktors und zweier Assistenten, die von dem Ierrn Bischof zu Fulda ernannt werden. Die Anzahl der Zöglinge betrug in diesem Jahre 106.


