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Von der Teilnahme an dem Religionsunterricht der beiden christlichen Kon- fessionen ist kein Schüler dispensiert worden. Der jüdische Religionsunterricht wurde von dem Herrn Provinzial-Rabbiner Dr. Cahn in wöchentlich 8 wahlfreien Stunden für die Schüler des Gymnasiums und der Oberrealschule gemeinsam erteilt. Vom Gymnasium nahmen 16 Schüler teil.
. Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer 447, im Winter 444 Schüler. Von diesen wa- ren befreit: Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen Uebungen: auf Grund ärztlichen Zeugnisses: im S. 42 im W. 39. im S. 5 im W. 8 aus anderen Gründen: im S. 6 im W. 4 im 8. 2 im W. 3 Es bestanden bei 15 getrennt zu unterrichtenden Klassen 8 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 40, zur grössten 77 Schüler. Es waren für den Turnunter- richt wöchentlich insgesamt 24 Stunden angesetzt. Davon erteilten Oberlehrer Franz 3, Oberlehrer Schnädter 9, Oberlehrer Linss 6 und v. Keitz 6 Stunden. Pür Schwimmübungen war den Schülern in der städtischen Bade- und Schwimm- anstalt passende Gelegenheit geboten. Pür den Spielbetrieb wurde eine grosse Wiese für 3 Nachmittage wöchentlich ge- pachtet. Ausserdem turnte und spielte der Turnverein, der sich aus 72 Schülern der Se- kunda und Prima zusammensetzte, wöchentlich zweimal. An den Tagen, an denen Turnunterricht oder Turnspiele nicht stattfanden, wur- den für alle Klassen 5 Minuten lange Freiübungen, womöglich im Freien, unter Auf- sicht der Anstaltslehrer seit August v. Js. vorgenommen.
Zeichnen.
Die Zeichenselekta— für geübtere Schüler der I und II— wurde im Sommer von 14 und im Winter von 13 Schülern besucht.
Dem Verein für bildende Kunst:„Rembrandt“, welcher seit 1906 besteht und augenblicklich 11 Mitglieder zählt, gehören nur Schüler der Oberklassen des Gym- nasiums an. Die Mitglieder, die in ihrer Mehrzahl auch der Zeichenselekta angehören, fin- den sich jeden Sonnabend zusammen zur gemeinschaftlichen Ubung im Zeichnen und Ma- len nach der Natur. Wenn die Witterungsverhältnisse es gestatten, finden landschaft- liche Aufnahmen im Freien statt; bei ungünstigem Wetter wird im Zeichensaal gearbeitet.
Wie üblich wurde auch in diesem Jahre, vor den Herbstferien, eine Ausstellung im Zeichensaale veranstaltet, die guten Besuch aufzuweisen hatte und allgemein lobende Anerkennung fand. 3
Eine Sammlung von Werken aus dem Gebiete der Kunst und Kunstgeschichte, so- wie Zeitschriften und Kunstmappen stehen den Mitgliedern des Vereins zu ihrer Fortbil- dung zur Verfügung. Zudem wird der Verein in seinen Bestrebungen von dem Zeichen- lehrer der Anstalt mit Rat und Tat unterstützt. 2


