Hermann Port, kath., geboren zu Wiesbaden am 27. März 1864, vorgebildet auf dem Kaiser Wilhelms-Gymnasium zu Montabaur, studierte in Marburg, München, Münster und Heidelberg klass. Philologie und bestand im Januar 1891 zu Marburg die Staatsprüfung pro fac. doc. Das püdagogische Seminarjahr absolvierte er von Ostern 1891/92 am Kgl. Gymnäâsium zu Wiesbaden, das Probejahr von Ostern 1892/93 am stäüdt. Gymnasium zu Höchst a. M. Von da an wirkte er 9 Jahre lang an dem Reismannschen Institut zu Paderborn. Zum April v. Js. wurde er als wissen- schaftlicher Hilfslehrer an das Kgl. Gymnasium zu Fulda berufen und den Herbst v. Js. zum Oberlehrer daselbst ernannt.
Dem Oberlehrer Schlitt II wurde durch Verfügung der Königl. Regierung vom 5. Juni v. Js. A. I. 4629 die Genehmigung erteilt, den Namen Schlitt-Dittrich zu führen.
Der Kandidat des höheren Schulamtes Dr. Amelungk wurde nach Ableistung seines Probejahres durch Verf. v. 24. 11. S. 9494 zunächst bis 1. 4. 1. Js. als wissenschaftlicher Hilfs- lehrer beschäftigt.
Ferner wurden zur Ableistung des Probejahres unter gleichzeitiger Beschäftigung als wissenschaftl. Hilfslehrer die Kandidaten des höheren Schulamtes Kaplan Dr. Konrad Lübeck
und Dr. Heinrich Dörrie— ersterer zu Ostern, letzterer für das Winterhalbjahr und unter Erlaß der Hälfte des Probejahres— dem Gymnasium überwiesen.
Der Lehrer Linz, der durch M. E. v. 22. 10. U. IV 4762 zum Zeichenkursus an die Kgl. Kunstschule zu Berlin einberufen wurde, war vom November ab zu vertreten. Infolgedessen wurden die Turnstunden der Kl. VI./III. auf 2 wöchentlich beschränkt, sodaß der Lehrer v. Keitz für eine Reihe von Unterrichtsstunden frei wurde und 4 Stunden Rechnen in V und 2 Stunden Schreiben in VI übernehmen konnte.
Die städtischen Lehrer Dietrich und von Keitz(II) übernahmen 2 St. Naturkunde in VI und 3 St. Deutsch in V, bezw. 4 St. Rechnen in VI, die Seminarlehrer Dorstmann, Steinhauer und Wiegand den größeren Teil der Zeichenstunden, die übrigen Dr. Dörrie. Seminarlehrer Wiegand mußte schon Anfang Dezember infolge seines Gesundheitszustandes den Unterricht aufgeben, den dann Dr. Dörrie übernahm, während der zu Vertretungen im Lehrer- seminar herangezogene Seminarlehrer Wiegand im Januar 2 Zeichenstunden abgeben mußte, die dann von dem Lehrer von Keitz l übernommen wurden.
Der Oberlehrer Schaaf, dem durch M. E. v. 3. 1. U. III. B. 3903 ab 1. 4. I. Js. die kommissarische Verwaltung der Kreisschulinspektion Fulda übertragen wurde, scheidet jetzt von der Anstalt, desgl. der Unterzeichnete, der durch Erlaß des Herrn Ministers v. 5. 1. U. II. 8320 zum 1. 4. d. Js. in gleicher Eigenschaft an das Königliche Gymnasium an Marzellen in Cöln versetzt wurde.—
Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler war im allgemeinen ein befriedigender. Nur im letzten Quartal mußten einzelne Schüler wegen Erkrankung der Schule längere Zeit fernbleiben. Im November war Oberlehrer Gutheil erkrankt und mußte 10 Tage lang seinen Unterricht aussetzen; die Kollegen und der Unterzeichnete übernahmen die Vertretung.


