Jahrgang 
1898
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Fakultativer wissenschaftlicher Unterricht.

1. Jüdischer Religionsunterricht: Der Unterricht wurde von dem Prov.-Rabbiner Dr. Cahn in wöchentlich 6 Stunden(je 2 St. für VI und V, IV und III, II und J) für die Schüler des Gymnasiums und der Realschule gemeinsam erteilt. Von unserer Anstalt nahmen 22 Schüler daran teil, 8 in der unteren, 8 in der mittleren und 6 in der oberen Abteilung.

2. An dem hebräischen Unterricht beteiligten sich aus I 18, aus OII 12 Schüler; an dem englischen Unterricht aus Iim Sommerhalbj. 9, im Winterhalbj. 7, aus OII 10 bezw. 8 Schüler.

Turnen und fakultativer technischer Unterricht.

a) Turnen. Die Anstalt besuchten im S. 264, im W. 265 Schüler. Von diesen waren befreit:

Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen Übungen: auf Grund ärztlichen Zeugnisses: im S. 13, im W. 16, im S. 0, im W. 1, aus anderen Gründen: im S. 3, im W. 6, im S. 9, im W. 15, zusammen: im S. 16, im W. 22, im S. 9, im W. 16.

Also von der Gesamtzahl der Schüler im S. 6,04%, im W. 8,33%, im S. 3,39%, im W. 6,04%.

Es bestanden bei 9 getrennt zu unterrichtenden Klassen 5 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 32, zur grössten 70 Schüler. Es waren für den Turnunterricht wöchentlich insgesamt 15 Stunden angesetzt. Davon erteilte 12 Stunden der Oberlehrer Jung und 3 Stunden der Oberlehrer Dr. Kilb.

Die UÜbungen fanden statt in der mit einem Turnplatz verbundenen städtischen Turn- halle, teils im Freien, teils im geschlossenen Raume. Da die Turnhalle auch für das Realpro- gymnasium sowie für die städt. Elementarschulen zu dienen hat und dem Gymnasium nur in beschränkter und sehr ungelegener Zeit zur Verfügung steht, so blieben die Übelstände wie im Vorjahre. Es wird diesen hoffentlich recht bald durch Erbauung einer Turnhalle für das Gymnasium abgeholfen werden. Auch für Schwimmübung war den Schülern in der neuen städtischen Bade- und Schwimmanstalt passende Gelegenheit geboten. Freischwimmer sind 138 Schüler, von denen 25 im Sommer 1897 das Schwimmen erlernt haben.

b) Die Gesangübungen der beiden Abteilungen der Selekta, die grosse Fortschritte gemacht hat,(Tenor und Bass, Sopran und Alt) leitete in je einer Stunde wöchentlich Dom- organist Rübsam. Ausserdem wurden die kathol. und evangel. Schüler abwechselnd 1 Stunde wöchentlich im kirchlichen Choralgesang geübt.

c) Der Zeichenunterricht für geübtere Schüler der Sekunda und Prima musste im Sommerhalbj. wegen geringer Beteiligung, bezw. auch wegen Mangels einer geeigneten Lehr- kraft fast ganz ausgesetzt werden. Eine regere Beteiligung ist für das Winterhalhj. zu ver-