Jahrgang 
1898
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Staatsstipendium(129 Mark) wurde in drei gleichen Portionen, das Och'sche(165 Mark) in fünf drgl., das Moser'sche(19,52 Mark) und Habersack'sche(35 Mark) in je einer an Schüler vergeben, desgl. in einer das Schmitt'sche(56,28 Mark), angesprochen von einem Verwandten des Stifters. Desgl. blieb das Kobel'sche Stipendium im Genusse des bisherigen Inhabers. Aus den Zinsen der Jubiläumsstiftung kamen 160,26 Mark in sechs Portionen zur Verteilung.

Das Komitee der sog. Wohlthäterstiftung, deren Bestand sich nicht verändert hat, hatte die Zinsen des Kapitalfonds mit 228 Mark zur Verfügung gestellt, die in sieben Portionen ver- geben wurden. Den verehrten Herren wird im Namen der Anstalt der wärmste Dank wieder- holt ausgesprochen.

VII. Mitteilungen an die Eltern.

Es ist sehr zu wünschen, dass die Eltern die bei Beginn der Schulferien ausgestellten Zeugnisse genau ansehen und die Prädikate würdigen. Sind diese alsmangelhaft oder sogar alsungenügend bezeichnet, so liegt es im dringenden Interesse ihrer Söhne, sich sofort mit dem betreff. Klassenlehrer oder dem Direktor zu besprechen, da dann noch ausreichende Zeit vorhanden ist, die Lücken zu ergänzen. Wenn diese nicht rechtzeitig beseitigt werden und man sich damit beruhigt, bis Ostern sei es noch eine lange Zeit, und dann erst im letzten Vier- teljahr die Hilfe gesucht wird, so wird diese meistens zu spät kommen. Es ist auch wünschens- wert, dass die Schüler von den Eltern zu bestimmten Arbeitsstunden angehalten werden; auch dies wird dazu béitragen, Klagen über das Zuviel häuslicher Arbeiten verstummen zu machen. Die Eltern werden auch gebeten, ihre Söhne morgens und nachmittags weder zu spät noch zu früh zur Schule(bezw. auch zur Kirche) zu schicken; beides ist auch in gesund- heitlicher Hinsicht vom Übel.

Das neue Schuljahr beginnt Montag den 18. April, vormittags 8 Uhr, mit der Prüfung der neu angemeldeten Schüler.

Fulda, den 31. März 1898.

Der Königl. Gymnasial-Direkton: 3 Professor Dr. Wesener.