Jahrgang 
1895
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Die naturwiſſenſchaftlichen Sammlungen erhielten folgende Geſchenke: 1) Von Herrn Fabrikdirektor Manteuffel ein Paar Turmfalken und einen Schwarzſpecht 2) Von Herrn Kaufmann Franz Kramer einen jungen Katzenhai. 3) Von Herrn A. Binder ein Haifiſchei. 4) Von Herrn Dr Beckmann einen fliegenden Fiſch. 5) Von Herrn Gaſtwirt Reinhard in Kohlhaus einen jungen Dachs.

VI. Stipendien und Anterſtützungen.

Das Schulgeld konnte 42 Schülern ganz oder teilweiſe erlaſſen werden. Die Summe des Er laſſes, welcher 10% der Soll⸗Einnahme nicht überſteigen darf, betrug 3030 Mark.

Das Staatsſtipendium(129 Mark) wurde an den Unterſekundaner Alsheimer, den Quartaner Freys und den Quintaner Adam Wolf mit 50, 40 und 39 Mark vergeben; das Wehner'ſche Stipendium (36 Markh erhielt der Unterprimaner Adolf Schmidt, das Haberſack'ſche(42 Mark) der Obertertianer Braun; von dem Ertrage des Och'ſchen Stipendiums(208 Mark) wurden der Oberprimaner Lauer mit 38, der Unterprimaner Ramb mit 35, der Unterprimaner Hartmann, der Oberſekundaner Hain, der Unter⸗ ſekundaner Nebel und der Quartaner Hahn mit je 30 Mark, ſowie der Quartaner Vorndran mit 15 Mark bedacht; das Moſer'ſche Stipendium(21 Mark) wurde dem Quartaner Vorndran uno das Schmittſche (60 Mark) dem Quartaner Andr. Lange, einem Verwandten der Stifterin, verliehen.

Die von dem Komitee der ſog. Wohlthäterſtiftung, welches zur Zeit aus den Herren Dom⸗ dechant Prof. Dr. Braun, Leihhaus⸗Inſpektor Kriſch, Sanitätsrat Dr. Schneider und Hof⸗Apotheker Dr. Siemens beſteht, veranſtaltete Sammlung ergab in dieſem Jahre den Betrag von 324 Mark. Zur Unterſtützung von 11 Schülern wurden 400 Mark zur Verfügung geſtellt. Davon erhielt einer 45 Mark, drei je 40, fünf je 35 und zwei je 30 Mark. Der Kapitalfonds beläuft ſich dermalen auf 7321 Mark 63 Pf. Davon ſind 5200 Mark(= 6500 Franks) in Oſterr. Staatsbahn⸗Prioritäten, 1800 Mark in Schuldverſchreibungen der Landeskreditkaſſe zu 3 ½%, der Reſt bei der ſtädt. Sparkaſſe zu 3% verzinslich angelegt. Sowohl den verehrten Herren, welche die ſchöne Stiftung unter ihre ſchützende Obhut und Pflege genommen, als auch allen denen, die durch ihre milden Beiträge dazu geholfen haben, daß auch in dieſem Jahre das Werk der Liebe weiter gefördert wurde, ſpreche ich im Namen der Anſtalt den wärmſten und innigſten Dank aus. Möge es der Wohlthäterſtiftung an Gönnern und Freunden niemals fehlen, damit ſie ihren Zweck, dürftigen und würdigen Schülern das immer theuerer werdende Studium zu erleichtern, fortdauernd zu erfüllen imſtande ſei.

Aus den Zinſen der Jubiläums⸗Stiftung(vom Jahre 1885) erhielt der Obertertianer Grube 50 Mark, der Oberſekundaner Schumann 40 ½, der Unterprimaner Selzer ſowie der Unterſekundaner Heu⸗ müller je 30 Mark. Zu dem Kapital der Stiftung ſind weiter hinzugekommen: 45 Mark von den dies⸗ jährigen Abiturienten. Dasſelbe beträgt gegenwärtig rund 4675 Mark.

Die Zinſen des Pfarrer Kobel'ſchen Stipendiums(nach Abzug der Steuer 117 Mark 60 Pf.) wurden an den Sextaner Wilh. Wolf, einen nahen Verwandten des Stifters, vergeben.