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Die von dem Komitee der ſog. Wohlthäterſtiftung, welches zur Zeit aus den Herren Kapitular⸗ vikar Regens Dr. Komp, Leihhaus⸗Inſpektor Kriſch, Landkrankenhaus⸗Direktor Dr. Schneider und Hof⸗ Apotheker Dr. Siemens beſteht, veranſtaltete Sammlung ergab in dieſem Jahre den Betrag von 329 M. Zur Unterſtützung von 12 Schülern wurden 400 Mark zur Verfügung geſtellt. Davon erhielten zwei je 40 Mark, vier je 35 Mark und ſechs je 30 Mark.— Der Kapitalfonds beläuft ſich dermalen auf 7182 Mark 97 Pf. Davon ſind 5200 Mark(= 6500 Franks) in Oſterr. Staatsbahn⸗Prioritäten, 1800 Mark in Schuldverſchreibungen der Landeskreditkaſſe zu 3 ½%, der Reſt bei der ſtädt. Sparkaſſe zu 3% ver⸗ zinslich angelegt. Sowohl dem verehrl. Komitee ſtatte ich für ſeine treue Obhut und Pflege als auch allen denjenigen im Namen unſerer Anſtalt den herzlichſten Dank ab, welche durch ihre Spenden dazu beigetragen haben, das ſchöne Werk hülfbereiter Liebe auch in dieſem Jahre wieder zu fördern. Die Stiftung ſei auch weiterhin dem Wohlwollen ihrer Freunde und Gönner aufs wärmſte empfohlen!
Aus den Zinſen der Jubiläums-Stiftung(vom Jahre 1885) erhielten die Sekundaner Lecher, Selzer und Schumann, ſowie der Obertertianer Heumüller und der Quartaner Rüttgers je 30 Mark.— Zu dem Kapital der Stiftung ſind weiter hinzugekommen: 50 Mark von den diesjährigen Abiturienten.— Dasſelbe beträgt gegenwärtig rund 4620 Mark.
Die Zinſen des Pfarrer Kobel'ſchen Stipendiums(nach Abzug der Steuer 117 Mark 60 Pf.) wur⸗ den an den Sextaner Wilh. Wolf, einen nahen Verwandten des Stifters, vergeben.
Schlußfeier.
Sonnabend den 17. März, vormittags 9 Uhr. 1. Geſang:„Verleih uns Frieden gnädiglich“, für gem. Chor von Mendelsſohn⸗Bartholdy. 2. Recitation des Sextaners Georg Klüppel: Der Schmied von Solingen, von Gruppe; des Quintaners Ed. Schmitt: Das Erkennen, von Joh. Nep. Vogl; des Quartaners Ant. Dillmann: Der Jüngling, von Gellert; des Untertertianers Paul Wagner: Letzter Troſt, von Theod. Körner. 3. Geſang:„Auf der Andacht heil'gem Flügel“, für gem. Chor von Mozart. 4. Recitation des Obertertianers Lothar Mager: Die Trommel, von Herm. Beſſer; des Unterſekundaners Kuno Baumann: Bertran de Born, von Uhland; des Oberſekundaners Emil Ciré: Das Lied vom Rhein, von Max v. Schenkendorf; des Unterprimaners Georg Wolff: Mein Vaterland, von Klopſtock. 5. Vortrag des Abiturienten Oskar Haſeneier, welcher im Namen der Abiturienten von der Schule Abſchied nehmen wird, über das Thema: Warum würdigt die Nachwelt verdienſt⸗ . volle Männer meiſt richtiger als die Mitwelt? 6. Geſang:„Menſchen, die ihr wart verloren“, für gem. Chor von H. Fid. Müller. Schlußwort des Direktors und Entlaſſung der Abiturienten.
8. Geſang:„Leiſe zieht durch mein Gemüth“, für gem. Chor von Mendelsſohn⸗Bartholdy. 4


