— 6—
8. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Übungsaufgaben aus der Lehre von den Gleichungen; quadratiſche Gleichungen mit mehreren Unbekannten. Reihen⸗ und Zinſeszins⸗Rechnung, nach Heis§§ 61— 76, 81— 84. b) Geometrie: Stereometrie, nach Kommerell. Planimetriſche, trigonometriſche und ſtereometriſche Übungsaufgaben. Im S. Wagner, im W. Hoffmann.
Mathematiſche Aufgaben für die Reifeprüfung. A) Michaelis 1891. 1) Auf den Verlängerungen der Seiten AB und A0 des Dreiecks ABC über A hinaus die Punkte X und X ſo zu beſtimmen, daß XV= XB= ½ C iſt.— 2) Die Winkel und Seiten eines Dreiecks zu berechnen, wenn gegeben iſt p-qd= di, hi-= d:, d. p-d= di= 52, hi-p= dz= 104,= 59⁰ 29“ 23“.— 3) Zwei Kegel haben gleiche Höhe. Ihre Mäntel verhalten ſich wie 32: 7, ihre räumlichen Inhalte wie 16: 1. Was für eine Figur ergiebt ſich hiernach als Achſenſchnitt des größeren der beiden Kegel?— 4) Zwei Punkte A und B bewegen ſich auf der Peripherie eines Kreiſes von einem ge⸗ meinſamen Ausgangspunkte M aus gleichzeitig und gleichförmig in entgegengeſetzter Richtung. Beim Zuſammentreffen hat A 24 em mehr zurückgelegt als B. Wie groß iſt die Kreisperipherie, wenn A 4, B 25 Sekunden nach dem Zu⸗ ſammentreffen in M wieder anlangt?— B) Oſtern 1892. 1) Ein Dreieck zu konſtruieren aus b: c= m: n, hi, p-q.— 2) Die dritte Seite eines Dreiecks zu berechnen für die Werte b.+ c= 170 m, H= 24 m, aà= 960⁰ 43 58.— 3) Eine hohle eiſerne Kugel mit dem größeren Halbmeſſer r(20 cm) ſchwimmt auf Waſſer. Wie groß muß der kleinere Halbmeſſer der Kugel ſein, wenn dieſelbe gerade bis zur Hälfte einſinken ſoll und wenn das Eigen⸗ gewicht des Eiſens 7,2 iſt?— 4) Für ein Haus bietet A 30000 ℳ bar, B 35000 ℳ nach 3 Jahren, C 33000 ℳ, jedesmal 11000 ℳ zu Anfang jeden Jahres. Welches Angebot iſt das vorteilhafteſte für den Verkäufer, 5% gerechnet?
9. Phyſik: 2 St. Akuſtik und Optik. Mechanik flüſſiger und gasförmiger Körper. Dieſelben.
Ober⸗Hekunda. Ordinarius: Profeſſor Dr. Koerber.
1. Religionslehre: 2. St. a) Kathol.: Die Sittenlehre, nach Dreher. Breitung.— b) Evangel.: Lektüre der Apoſtelgeſchichte; beſondere Hervorhebung der erſten Chriſtengemeinde, des Wirkens des Apoſtels Paulus und der Geſchichte des apoſtol. Zeitalters. Geſchichte der chriſtlichen Kirche bis zur Reformation, nach Kurtz. Pfr. Herchenröder(im 1. Quart. Pfr. Schäfer).
2. Deutſch: 2 St. Lehre von den Formen und Gattungen der Dichtkunſt. Erklärung und Vor⸗ trag von Gedichten. Lektüre von Goethes„Hermann und Dorothea“ und Leſſings„Minna von Barnhelm“. Beſprechung und Korrektur der Aufſätze. Range.
Themata zu den Aufſätzen: 1) Man ſoll den Tag nicht vor dem Abend loben.— 2) Was nachte die
Griechen zu einem weltgeſchichtlich bedeutenden Volke?— 3) Der Krieg.(Von ſeiner verderblichen und wohlthätigen
Seite aus betrachtet.) Klaſſenarbeit.— 4) Erſt wäg's, dann wag's.(Chrie.)— 5) Durch Schaden wird man klug.
E(Erläuterung.)— 6) Wer getroſt fortgeht, der kommt an.(Chrie.)— 7) a. Die wichtigſten Ortlichkeiten in Goethes
Hermann und Dorothea. b) Konnte Hermann nach dem erſten Zuſammentreffen mit Dorothea fröhlichen Antlitzes heim⸗
kehren?(Klaſſenarbeit.)— 8) Minna von Barnhelm: Schürzung und Löſung des Knotens.
3. Latein: a) 6 St. Livius lib. I und II, 1—50. Grammatik nach Ellendt⸗Seyffert§§ 233— 290.
Exercit. domest.(wöchentlich) und scholast.(jede vierte Arbeit), ſowie mündliche Überſetzung aus Süpfle, 2. Teil. Der Ordinarius.— b) 2 St. Vergil. Aeneid. lib. II, 453 bis IV, 570. Range.
4. Griechiſch: a) 5 St. Herod. histor. lib. VI und VII mit Auswahl. Grammatik nach Seyffert-Bamberg§§ 62— 168. Exercit. domest. und scholast. abwechſelnd, ſowie mündliche Überſetzung


