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Die naturwiſſenſchaftlichen Sammlungen erhielten folgende Geſchenke: 1) Von dem früheren Schüler, jetzigen Seemann K. A. Voigt einige Verſteinerungen und eine Koralle.— 2) Von Herrn W. Braun, einem ehemaligen Schüler der Anſtalt(Firma Hartmann& Braun, Fabrik elektro⸗techniſcher Apparate in Bockenheim⸗Frankfurt), zwei Trocken⸗Elemente eigener Konſtruktion.— 3) Von Herrn Oskar Arlt dahier eine ausgeſtopfte Saatkrähe.— 4) Von dem Quartaner Wolff einen Seeſtern.
VI. Stipendien und Anterſtützungen.
Das Schulgeld konnte 33 Schülern, worunter 2 dritte Brüder, ganz oder teilweiſe erlaſſen werden. Die Summe des Erlaſſes, welcher 10% der Soll⸗Einnahme nicht überſteigen darf, betrug 2196 M.
Das Staatsſtipendium(129 M.) wurde an den Primaner Frei, den Unterſekundaner Gramm und den Untertertianer Haſeneier zu gleichen Teilen vergeben; das Wehner’ſche Stipendium(M. 41,14) erhielt der Quartaner Rübſam, das Haberſackſſhe(42 M.) der Primaner Schrimpf; von dem Ertrage des Och'ſchen Stipendiums(diesmal 208 M.) wurden der Primaner Köck mit 28 M., die Sekundaner A. Ehringhaus, Lambert, Laudenbach u. Schick ſowie die Untertertianer Brehler u. v. Keitz mit je 30 M. bedacht; das Moſer'ſche Stipendium(24 M.) wurde dem Quartaner Deſchauer verliehen; von dem Schmitt'ſchen wurden dem Unterſekundaner Schreiber M. 38,57, dem Quartaner Hartmann 30 M. zuerkannt.
Die von dem Komité der ſog. Wohlthäterſtiftung, welches gegenwärtig aus den Herrn Prälat und Regens Dr. Komp, Leihhaus⸗Kaſſierer Kriſch und Hofapotheker Rullmann beſteht, veranſtaltete Sammlung ergab in dieſem Jahre den Betrag von 329 M. 84 Pf. Zur Unterſtützung von 10 Schülern wurden 350 M. zur Verfügung geſtellt. Davon erhielten zwei je 30 M., ſechs je 35 M. und zwei je 40 M. — Der Kapitalfonds beläuft ſich dermalen auf 5342 M. 47 Pf. Davon ſind 3900 M. in Obligationen Kurh. Staatsanlehens vom Jahre 1863 zu 4%, 1200 M. in Obligationen der Landeskreditkaſſe zu
3 ½%, der Reſt bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe verzinslich angelegt.
Den verehrlichen Komité⸗Mitgliedern ſpreche ich für die treue Hut und Pflege dieſer Stiftung, die ſeit ihrer Gründung im Jahre 1852 ein ſo erfreuliches Wachstum und Gedeihen zeigt, ſowie nicht minder auch allen edlen Gebern für ihre Beiträge zu dem ſchönen Denkmale mildthätiger Liebe im Namen unſerer An⸗ ſtalt den innigſten Dank aus, indem ich zugleich— mit Rückſicht auf die immer ſich ſteigernden Anſprüche— die ſegensreiche Stiftung dem ferneren Wohlwollen angelegentlichſt empfehle.
Aus den Zinſen der Jubiläums⸗Stiftung(vom Jahre 1885) erhielten die Oberſekundaner Schüler 40 M., Auth und Golbach je 35 M. und der Untertertianer Eckſtein 30 M.— Zu dem Kapital der Stiftung ſind im verfloſſenen Jahre weiter hinzugekommen a) 100 M. als Gabe des Extraneers Ludwig Bachfeld, b) 22 M. 74 Pf. von den Schülern der Anſtalt, c) 10 M. von den Michaelis⸗Abiturienten; dasſelbe beläuft ſich gegenwärtig auf 4309 M. 62 Pf., wovon 4000 M. bei dem hieſigen ſtändiſchen Leih⸗ hauſe zu 3 ½%, der Reſt bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe angelegt ſind.
Die Zinſen des Kobel'ſchen Stipendiums(im Betrage von M. 58,20) wurden zu gleichen Teilen an die Obertertianer Allweins, Frick und Wieber vom Stifter ſelbſt vergeben. Gleichzeitig überſandte dieſer die nötige Sümme, um jeden Teil auf 25 M. zu erhöhen.
Prof. Dr. Koerber.


