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ſowie nicht minder auch allen edlen Gebern für ihre Beiträge zu dem ſchönen Denkmal mildthätiger Liebe im Namen unſerer Anſtalt den innigſten Dank aus, indem ich zugleich— angeſichts der ſtets ſich ſteigernden Anſprüche— die ſegensreiche Stiftung dem ferneren Wohlwollen angelegentlichſt empfehle.
Aus den Zinſen der Jubiläums⸗Stiftung(v. J. 1885) erhielten 3 Schüler, der Oberſekundaner Rimbach und die Unterſekundaner Auth und Golbach je 30 M., 2 andere, der Oberſekundaner Emmrich und der Quartaner Eckſtein, je 25 M.— Zu dem Kapital der Stiftung ſind im verfloſſenen Jahre weitere 20 M. als Gabe der diesjährigen Abiturienten hinzugekommen; derſelbe beläuft ſich gegenwärtig auf 4176 M. 88 Pf., wovon 4000 M. bei dem hieſ. ſtändiſchen Leihhauſe zu 3 ½%, der Reſt bei der ſtädt. Sparkaſſe angelegt ſind.
Zu dieſen vorerwähnten Stiftungen, aus denen Baarunterſtützungen im Geſamtbetrage von 1002 M. 71 Pf. an 32 Schüler verabfolgt werden konnten, iſt im Laufe dieſes Schuljahrs eine weitere hinzuge⸗ kommen, nämlich das oben(S. 11 Nr. 14) ſchon erwähnte Pfarrer Kobel'ſche Stipendium. Das Nähere darüber ergibt ſich aus dem nachſtehenden Wortlaut der Stiftungs⸗Urkunde:
„Anläßlich des 50jährigen Prieſter⸗Jubiläums des Papſtes Leo XIII. und aus Liebe und Dankbarkeit gegen meine Vaterſtadt Fulda und deren Gymnaſium ſchenke ich Unterzeichneter dieſem dreitauſend Mark als Stiftungs⸗ Kapital mit der Beſtimmung, daß alljährig auf Weihnachten und Pfingſten die fälligen Zinſen an Einen Schüler des Gymnaſiums, der es bedürftig und würdig iſt, als Unterſtützung verabreicht werden. Verwandte oder Zöglinge des biſchöflichen Konvikts haben den Vorzug und ſoll der betreffende Schüler im Genuſſe des Stipendiums bis zum Abgange vom Gymnaſium verbleiben, wenn er nicht eine Klaſſe repetieren muß oder ſich ſonſt unwürdig macht.— Als Kommiſſion, welche das Stipendium vergibt, beſtimme ich den jeweiligen Gymnaſialdirektor, den katholiſchen Religions⸗ lehrer des Gymnaſiums und den Stadtpfarrer zu Fulda.— Dem Nutznießer, welcher katholiſch ſein muß, iſt aufzu⸗ geben, daß er jährlich zweimal extra auf dem Frauenberg bei Fulda die hl. Sakramente der Buße und des Altars empfängt und den Kreuzweg andächtig beſucht und auch meiner in ſeinem Gebete gedenkt.— Dieſe meine Stiftung führt den Namen„Pfarrer Kobel'ſches Stipendium“ und iſt deſſen Vergebung bei jeweiliger Vakatur in einem kathol. Blatte öffentlich zur Bewerbung auf 14 Tage auszuſchreiben.— So lange ich lebe, behalte ich mir die Genehmigung des Vorſchlags der betr. Kommiſſion vor.— Sollte je das Gymnaſium eingehen, ſo fließt das genannte Kapital in die Armenkaſſe des hl. Geiſt⸗Hospitals in Fulda.— Heil, Glück und Segen allen, welche dieſer Stiftung förderlich ſind, Wehe aber denen, die ſich an ihr vergreifen oder ſie mißbrauchen!— Alſo beſchloſſen und niedergeſchrieben und mit dem Pfarrſiegel beſtätigt zu Rödersheim in der bair. Pfalz am erſten Januar des Jahres Eintauſendachthundert achtundachtzig. Johannes Ildephonſus Kobel, kath. Pfarrer in Rödersheim in der bair. Pfalz.“(L. S.) Das Kapital wurde am 27. Februar in 4prozentigen Schuldverſchreibungen der k. k. priv. Kaiſerin
Eliſabeth⸗Bahn vom 1. Juli 1883(mit den zugehörigen Coupons vom 1. Oktober c. ab) eingezahlt und im Depoſitorium der Gymnaſialkaſſe hinterlegt, ſo daß zu Weihnachten dieſes Jahres zum erſten Male 60 M. Zinſen als Unterſtützung verabreicht werden können. Dem edlen Stifter ſpreche ich im Namen der Anſtalt auch an dieſer Stelle für ſeine hochherzige Schenkung den verdienten Dank aus.


