Jahrgang 
1886
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4. Griechiſch: a) 4 St. Herod. histor. lib. I mit Auswahl. Grammatik nach Seyffert⸗Bamberg § 62 168. Exercit. domest. und scholast. abwechſelnd, ſowie mündliche Überſetzung aus Seyffert. b) 2 St. Homeri Odyss. lib. IVVI incl. Der Ordinarius.

5. Hebräiſch: 2 St. Formenlehre und Hauptregeln der Syntax; Leſen und Üüberſetzung nach Voſens Leitfaden. Breitung.

6. Franzöſiſch: 2 St. Lektüre von Voltaire, Charles XII(Vol. XXXVI der Bibliothek ꝛc. von Dr. Ant. Goebel). Syntax nach Knebel§ 94 117. Mündliches Überſetzen ins Franzöſiſche nach Höchſten. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Arbeit. Dr. Bölke.

7. Geſchichte und Geographie: 3 St. Römiſche Geſchichte, nach dem Grundriß für obere Klaſſen von Pütz. Phyſikaliſche und politiſche Beſchreibung der außereuropäiſchen Erdteile, nach Gegenbaurs Leit⸗ faden. Dr. Zilch.

8. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Gleichungen vom erſten und zweiten Grade, letztere mit einer Unbekannten; Logarithmen und Exponentialgleichungen; arithmetiſche und geometriſche Reihen; Übungen meiſt nach Heis§ 56 58, 63 72, 81 84. b) Geometrie: Wiederholung der Planimetrie, beſonders der Lehre von den regulären Vielecken und der Kreismeſſung; geometriſche Orter; algebraiſche Analyſis geometriſcher Aufgaben. Ebene Trigonometrie. Wagner.

9. Phyſik: 2 St. Magnetismus, Elektrizität, Wärme. Derſelbe.

Anter-Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Zilch.

1. Religionslehre: Je 2 St. Kombiniert mit Ober⸗Sekunda.

2. Deutſch: 2 St. Allgemeine Eigenſchaften des Stils; Erklärung und Vortrag von Gedichten; Lektüre von GöthesHermann und Dorothea. Korrektur und Beſprechung der Aufſätze. Prof. Gegenbaur.

Themata zu den Aufſätzen: 1) Welches ſind nach Cäſars Kommentarien die charakteriſtiſchen Grundzüge der Sitten und Gebräuche der Germanen? 2) Welche Gründe bringt der Ritter Dieudonné in SchillersKampf mit dem Drachen zu ſeiner Verteidigung vor? 3) Wodurch unterſcheidet ſich Schillers BalladeDer Taucher von der Darſtellung der Quelle? 4) Welches iſt die Grundidee und welches der Verlauf der Handlung in denKranichen des Ibykus von Schiller? 5) Über den Gedankengang in SchillersKlage der Ceres und die allegoriſche Bedeutung des Gedichts. 6) Über die Ereigniſſe, welche am Ende des 12. Jahrhunderts v. Chr. die Umgeſtaltung der poli⸗ tiſchen Verhältniſſe in Griechenland herbeiführten. 7) Welche Bedeutung hat der Main für die Geſchichte des Ver⸗ kehrs und Handels? 8) Inwiefern bedingten die geographiſchen und politiſchen Verhältniſſe Griechenlands eine

Hegemonie, und wie entwickelte ſich dieſelbe bis zur Schlacht bei Platää? 9) Durch welche Verhältniſſe verlor Athen

die Hegemonie?

3. Latein: a) 6 St. Ciceronis oratt. de imperio Cn. Pompei, pro Roscio Amerino. Grammatik nach Meiring Kap. 81 105. Exercit. domest.(wöchentl.) und scholast.(jede dritte Arbeit), ſowie münd⸗ liche Überſetzung aus Süpfle, 2. Teil. Der Ordinarius. b) 2 St. Vergil. Aeneid. lib. I und II, 1 370. Einzelne Abſchnitte wurden memoriert. Wiskemann.

4. Griechiſch: a) 5 St. Xenoph. Anab. lib. IV. Repetition der Formenlehre und Einübung der Kaſuslehre nach Berger reſp. Seyffert⸗Bamberg. Mündliches Überſetzen ſowie exercit. domest. nach Seyffert, scholast. nach Diktaten. b) 2 St. Hom. Odyss. lib. I und II. Wiskemann.