Jahrgang 
1869
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Text zu den Geſängen.

1.

Gott Israel! Vater aller Weſen! Gib unſern Feldern doch Gedeih'n! Segne dein Volk, das du erleſen! Auf deinen Schutz bau'n wir allein.

4.

Der du von dem Himmel biſt, Alles Leid und Schmerzen ſtilleſt, Den, der doppelt elend iſt, Doppelt mit Erquickung fülleſt: Ach, ich bin des Treibens müde! Was ſoll all der Schmerz und Luſt? Süßer Friede, komm, ach, komm in meine Bruſt!

7.

Alles ſchweige! Jeder neige Ernſten Tönen nun ſein Ohr;:, Denn es gilt dem Herrn und König, Ihm erſchalle tauſendtönig Heut an ſeinem Feſt der Chor.:

Um den Einen ſich vereinen, Sichert Vaterlandes Wohl., Wenn ſich unter Donnerſtürmen Bergeshoch die Wogen thürmen, Leitet feſt der Stern am Pol.:

Wack'e Jugend, deutſche Tugend Sei dein Schmuck zur ernſten Zeit!:,: Wenn die Flamme frühe lodert, Biſt du, wenn die Zeit dich fodert, Reif zur That und kampfbereit.:,:

9.

Mit dem alten Förſter heut' Bin ich durch den Wald gegangen, Während hell im Feſtgeläut Au⸗ dem Dorf die Glocken klangen. Golden floß ins Laub der Tag, Vöglein ſangen Gottes Ehre, Faſt, als ob's der ganze Hag Wüßte, daß es Sonntag wäre.

Und wir kamen ins Revier, Wo, umrauſcht von alten Bäumen, Junge Stämnlein ſonder Zier Sproßten auf beſonnten Räumen. Feierlich der Alte ſprach:Siehſt du über unſern Wegen Hochgewölbt das grüne Dach? Das iſt unſrer Ahnen Segen.

Denn es gilt ein ewig Recht, Wo die hohen Wipfel rauſchen; Von Geſchlechte zu Geſchlecht Geht im Wald ein heilig Tauſchen. Was uns noth iſt, uns zum Heil Ward's gegründet von den Vätern; Aber das iſt unſer Theil, Daß wir gründen für die Spätern.