Text zu den Geſängen.
1.
Hilf mir, Gott, durch Deinen Namen, ſchaffe mir Recht durch Deine Gewalt; denn Stolze ſteh'n auf gegen mich und drängen meine Seele. Hör mein Gebet und verbirg nicht Dein Ohr vor meinem Fleh'n; wenn ich mich fürchte, ſo hoff' ich auf Dich. Dann wird meine Seele vom Tode errettet, und meine Zunge ſoll verkünden Dein Lob, Deiner Gnade Unermeßlichkeit. Amen.
4.
Schöne Ahnung iſt erglommen, Frühlingsodem weht im Hain, Philomele iſt gekommen, Junges Grün belaubt die Mai'n. Blüthen, weiß und roſig, malen Sich an milder Sonne Strahlen, Freude winkt, und jede Bruſt Oeffnet ſich der neuen Luſt.
Trittſt hervor im Brautgewande, Mutter Erde, jung und ſchön, Und an Deiner Quellen Rande Sieht man Blumen auferſteh'n. Wie die Blüthenbäume glühen, Düfte ſpenden, Perlen ſprühen Aus dem thaubenetzten Thal, Jugendlich im Morgenſtrahl!
Und von Deiner Jugendſchöne Hallt des Jahres Feſtgeſang, Lerchenlaut und Flötentöne Und des Haines Wiederklang. So in reiner Silberhelle Rinnet ſtill der Freude Quelle, O Natur, aus Deinem Schooß Ewig neu und wandellos.
7
Wir rufen Dich mit freud'gen Blicken Und halten feſt an Deinem Wort; Die Hölle ſoll uns nicht berücken Durch Aberwitz und Meuchelmord: Und was auch rings in Trümmer geht, Wir wiſſen'’s, daß Dein Wort beſteht.,:
Nicht leichten Kampfes ſiegt der Glaube, Solch Gut will ſchwer errungen ſein; Freiwillig tränkt uns keine Traube, Die Kelter nur erpreßt den Wein, Und will ein Engel himmelwärts, Erſt bricht im Tod' ein Menſchenherz.“
Wir wollen nicht an Dir verzagen Und treu und feſten Muthes ſein; Du wirſt den Wüth'⸗ rich doch erſchlagen Und wirſt Dein deutſches Land befrei'n. Liegt auch der Tag noch Jahre weit: Wer weiß, als Du, die rechte Zeit? ,:


