Jahrgang 
1867
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7: 3;. durch die kriegeriſchen Ereigniſſe des verfloſſenen Sommers inſofern eine Störung ein, als die gewohnten Schwimmlehrer uns kurz nach der Eröffnung wieder entzogen wurden und ein eigentlicher Unterricht des⸗ halb nicht ſtattfinden konnte.

Die Kirchenordnung war im Veſentlichen dieſelbe wie früher. Bei dem Gottesdienſte am Frohn⸗ leichnamsfeſte und bei der Beichte der kathol. Schüler leiſtete wieder der Herr Seminarlehrer Auth und bei der letztern auch der Franziskaner P. Guardian Aloyſius bereitwillig Aushülfe, wofür ich denſelben hier⸗ durch namens der Anſtalt den verbindlichſten Dank ausſpreche. Denſelben Dank verdient auch P. Adolf von Doß S. J., welcher zu Anfang des Winterſemeſters(15 20. Oktober) durch eine Reihe religiöſer Vortäge die kathol. Schüler für den gemeinſamen Empfang der h. Sakramente vorzubereiten die Güte hatte.

B. Chronik.

a. Perſoualnachrichten.

1. Durch Allerhöchſtes Reſkript vom 4. April 1866, mitgetheilt durch Miniſterialbeſchluß vom 18. desſ. Mts. zur Nr. 3326, wurde der G. L. Dr. Joh. Friedrich Lotz in gleicher Eigenſchaft an das Gymnaſium zu Hanau allergnädigſt verſetzt. Die hieſige Anſtalt verlor an ihm einen freundlichen Kollegen und treuen Mitarbeiter, welcher ihr eine wirkſame Thätigkeit zehn Jahre lang gewidmet hatte.

2. Durch Allerhöchſtes Reſkript vom 4. April 1866, mitgetheilt durch Miniſterialbeſchluß vom 18. desſ. Mts. zur Nr. 3327, wurde der Hülfslehrer am Gymnaſium zu Kaſſel Dr. Joſeph Körber in gleicher Eigenſchaft an das hieſige Gymnaſium allergnädigſt verſetzt..

Joſeph Körber wurde am 7. Juli 1834 zu Fulda geboren. Seine Gymnaſialbildung erhielt er auf dem Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt. Von Oſtern 1854 an ſtudirte er vier Jahre zu Marburg und Cött⸗ ingen Philologie und Geſchichte. Im März 1858 beſtand er zu Marburg die theoretiſche Prüfung für Be⸗ werber um ein ordentliches Gymnaſiallehramt und wurde zwei Monate ſpäter als Praktikant am Gymna⸗ ſium zu Fulda zugelaſſen. Am 2. Juni des genannten Jahres wurde er mit der Verſehung einer Lehrer⸗ ſtelle beauftragt und zu Oſtern 1862 dem Kaſſeler Gymnaſium zugewieſen. Bald darauf beſtand er zu Mar⸗ burg die praktiſche Prüfung für ein ordentliches Gymnaſiallehramt. Am 9. December 1863 wurde er zum Hülfslehrer ernannt. Im Februar 1864 erlangte er auf Grund ſeiner AbhandlungUeber den Rhetor Seneca und die römiſche Rhetorik ſeiner Zeit(abgedruckt im Kaſſeler Programm von 1864) von der phi⸗ loſophiſchen Facultät zu Marburg die Doctorwürde.

3. Durch Miniſterialbeſchluß vom 16. April 1866 zu Nr. 3375 wurde der Gymnaſialpraktikant Dr. Friedrich Lotz, welcher am hieſigen Gymnaſium von Michaelis 1864 an zunächſt das vorſchriftsmäßige Probejahr abgehalten und darauf ſeit Oktober 1865 als beauftragter Lehrer fungirt hatte, mit der Aushülfe an dem Gymnaſium in Kaſſel beauftragt.

4. Durch Allerhöchſtes Reſkript vom 25. April 1866, mitgetheilt durch Miniſterialbeſchluß vom 11. Mai zu Nr. 4115, wurde der beauftragte Lehrer Dr. Karl Uth zum Hülfslehrer an dem hieſigen Gymna⸗ ſium vom 1. Mai an allergnädigſt ernannt.

Karl Uth, Sohn des Juſtizbeamten Uth zu Fulda, wurde geboren den 13. Mai 1842 zu Wolfhagen und erhielt ſeine Gymnaſialbildung auf dem Gymnaſium zu Fulda. Er ſtudirte auf den Univerſitäten Mar⸗ burg und München von Oſtern 1860 bis Herbſt 1863 Mathematik und Naturwiſſenſchaften, beſtand zu