Jahrgang 
1927
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I. Zur Geſchichte der Anſtalt.

Der vorliegende Jahresbericht erſcheint im Druck als der erſte ſeit dem Schuljahr 1916. Das Jahrzehnt von 1916 bis 1926 wird eine ausführliche Schulgeſchichte berückſichtigen, die zu einem ſpäteren Zeitpunkt, vorausſichtlich im Jahre 1930 gelegentlich der Feier des 25jährigen Beſtehens der Schillerſchule, veröffentlicht wird.

Hier ſei nur kurz erwähnt, daß die Schillerſchule im Juni 1918 alsSHöhere Mäd⸗ chenſchule beſtätigt wurde(vorher Höhere Bürgerſchule). Oſtern 1919 wurde auf dieſe ſiebenklaſſige Höhere Mädchenſchule eine zweiklaſſige Frauenſchule mit Fröbelkin⸗ dergarten aufgebaut. Durch die Schulreform wurde dieſe ſiebenklaſſige Hohere Mädchen⸗ ſchule in das ſechsklaſſige Lyzeum umgewandelt.

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Das Schuljahr 1926-27 begann am 19. April 1926 mit den Aufnahmeprüfungen und der erſten Sitzung des Lehrkörpers. In das Lyzeum wurden 37 Schülerinnen(darunter 9 mit dreijähriger Grundſchule), in die Frauenſchule deren 57 aufgenommen(darunter 29 mit

Oberſekundareife)..

Herr Studienaſſeſſor Steul wurde mit Beginn des Schuljahres an die Anſtalt über⸗ nommen und teilte ſich mit Studienaſſeſſor Frl. Dr. Schäfer in eine Stelle nach VII. Am

12. Auguſt 1926 verließ er uns, da er ſich nach Stadtilm(Thür.) verpflichtet hatte. Studien⸗ aſſeſſor Frl. Dr. Schäfer verſah von da an die ganze Stelle.

Die Turnlehrerin und Kindergärtnerin Frl. Luiſe Schwarz wurde mit dem 15. Auguſt beurlaubt zur Teilnahme an einem Ferienlehrgang für Gymnaſtik auf der Inſel Spiekeroog unter Leitung des Direktors der Hannoverſchen Muſterturnſchule Carl Loges. Während der Weihnachtsferien wohnte ſie dem in Coblenz ſtattfindenden Kreislehrgang der Deutſchen Turnerſchaft bei.

Studienaſſaſſor Frl. Dr. Schäfer war im Anſchluß an die Sommerferien bis zum 28. Auguſt Mitglied eines Ferienkurſes in Genf.

Frl. Kredel, Handarbeits⸗ und Turnlehrerin, nahm vom 30. Auguſt bis zum 23. September teil an einem Lehrgang für Turnen, Spiel und Sport an der Aufbauſchule zu Bensheim.

Studienaſſeſſor Frl. Kullmann beſuchte vom 4.16. Oktober einen biologiſch⸗ phyſiologiſchen Fortbildungskurſus an der Landesuniverſität in Gießen.

Herr Reallehrer Schieferſtein war für die Zeit vom 11. Oktober bis zum 18. Oktober zur Teilnahme an der Reichsſchulmuſikwoche in Darmſtadt beurlaubt. Am 29. und 30. November beſtand er nach ſeinem Studium am Hochſchen Konſervatorium die Geſanglehrerprüfung.

Die Handarbeits⸗ und Hauswirtſchaftslehrerin Frl. Lichtenfels mußte ſchwerer Erkrankungen wegen leider wiederholt beurlaubt werden. Hoffentlich iſt ſie bald wiederher⸗ geſtellt, um mit Beginn des neuen Schuljahres ihre Tätigkeit in vollem Umfange aufzu⸗ nehmen.

Seit dem 17. Februar 1927 wird ſie durch Frl. Janetzki, Darmſtadt, vertreten.

Für die übrige Zeit hatte wie auch während der kürzeren Erkrankungen einzelner anderen Lehrkräfte der Lehrkörper die Vertretung bereitwilligſt übernommen.

Herr Pfarrer Daus wurde als Domprobſt nach Worms berufen und verließ die Anſtalt nach 10⸗jähriger ſegensreicher Wirkſamkeit. In einer kleinen Feier wurde er am 28. März 1927 verabſchiedet.