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3 2 Zeit Klaſſe Beruf Wohnort
Nr. Zu⸗ und Vornamen. Geburtz⸗ 2 5 des datum. 3— des Vaters. 85 2 Eintritts. A
21. Rinn, Tudwig 20. X. 99 ev. 1911 III Zugführer Straß⸗Ebersbach. 22. Schmitz, Auguſt 22. I. 905 ev. 1911 III Ahrmacher Forbach. 23. Schneider, Heinrich 19. VI. 905 ev. 1911 IIISGerber Groß⸗Umſtadt. 24. Schneider, Wilhelm 16. XII. 92 ev. 1910 III Landwirt Mommenheim. 25. Schön, Adolf 7. XII. 99 ev. 1911 III Feldſchütz Gießen. 26. Seip, Wilhelm 21. I. 94 ev. 1911 III Landwirt Bettenhauſen. 27. Spitznagel, Heinrich 16. XII. 90 ev. 1910 IIILehrer. Stockheim. 28. Strohl, Carl 11. III. 905 mev. 1119 III Landwirt Rumpenheim. 29. Theiß, Heinrich 16. III. 905 ev. 1911 III Schneidermeiſter Altenſtadt. 30. Wahl, Georg 8. VII. 95 ev.(1911 III Kaufmann Schlitz. 31. Weishaupt, Heinrich 27. X. 99 ev. 1911 III Candwirt Wohnfeld. 32. Wörner, Julius 7. II. 949 ev. 1011 III CLehrer Rodheim. 33. Zöller, Karl 5. II. 95 ev. 1911 III Maurer Gambach. 34.] Zulauf, Heinrich 15. XII. 93—0 ev. 1911/ ßIIICandwirt Nieder⸗Breidenbach.
I. Zur Geſchichte der Anſtalt.
Das Schuljahr hat am 7. April v. Is. begonnen und endet am 4. April§. Is. TLeider wurde die Anſtalt im Taufe desſelben von einem ſchweren Verluſte betroffen. Am 21. Februar d. Is. ſtanden wir trauernd an dem Grabe unſeres hochverehrten Direktors, des Herrn Dr. Hermann Schäfer, der über 10 Jahre lang die Anſtalt geleitet hatte und jederzeit den Tehrern und Schülern ein treuer, väterlicher Berater und Führer geweſen war.
Schon bald nach Beginn des Schuljahres ſah ſich Herr Direktor Dr. Schäfer durch ſchweres inneres Teiden veranlaßt, zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit einen längeren, vorerſt bis Herbſt berechneten Urlaub anzutreten. Mit der Vertretung der Amtsgeſchäfte wurde der dienſtälteſte Lehrer, Herr Seminarlehrer Höcker, ſowie Herr Seminarlehrer Thierolf beauftragt. Nach einigen Wochen hatte ſich der Geſundheitszuſtand des Herrn Direktors ſo weit gebeſſert, daß er es wagen konnte, im Auguſt zu ſeiner völligen Erholung nach Italien zu reiſen. Leider ſollten ſich ſeine und unſere Hoffnungen als trügeriſch erweiſen. Schwer erkrankt, kehrte er nach wenigen Wochen in die Heimat zurück. Wohl erholte er ſich hier wieder ſo weit, daß wir mit ihm auf eine völlige Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit und Wiederaufnahme ſeines Berufs hoffen konnten. Sein Arlaub wurde bis Schluß des Schuljahres verlängert. Eine höhere Fügung indeſſen hatte es anders beſchloſſen. Auf Perioden vorübergehender Beſſerung folgten erneute Erkrankungsanfälle, und wenngleich er ſein ſchweres Geſchick mit bewundernswerter Gedulèé trug, und wenngleich ſeine eiſerne Willenskraft den kranken Körper bis zum letzten Tage unter die Gewalt des Geiſtes zwang— es kam der Tag, wo der geſchwächte Teib erneuten Anfällen nicht mehr ſtandhalten konnte; am Freitag, den 27. Februar, des Morgens ½ 10 Uhr, entſchlief er ſanft und ließ die Anſtalt führerlos zurück.
Am 16. April 1903 hatte Herr Direktor Dr. Schäfer ſein Amt als Seminardirektor angetreten. In mehr als zehnjähriger Wirkſamkeit hat er, der mit einem ungemein regen Geiſte, mit großem Wiſſen und reicher Erfahrung Begabte, in treueſter Pflichterfüllung und Gewiſſen⸗ haftigkeit, ſowie in raſtloſer Hingabe an ſein ſchweres und verantwortungsreiches Amt ſich den Dank, die Tiebe und die Hochachtung von vielen hunderten von Schülern, nicht minder aber auch der Tehrer ſeiner Anſtalt erworben, die in ihm ſtets den wohlwollenden, gerechten Vorgeſetzten, den im Teben wie im Wirken vorbildlichen Charakter hatten ſchätzen gelernt. Dieſe Geſinnungen dankbarer Liebe und YVerehrung kamen denn auch noch einmal zu ſichtbarem Ausdruck, als wir ihn am Sonntag den 1. Mlärz zur letzten Ruheſtätte geleiteten.
Dem Sarge voran gingen die Zöglinge des Tehrerſeminars. Es folgten Herr Geheime Oberſchulrat Block als Vertreter der oberſten Schulbehörde, das Tehrerkollegium des Seminars und des Vorſeminars, die Direktoren der Schweſteranſtalten zu Alzey und Bensheim, Direktoren und Leiter hieſiger und auswärtiger höherer Tehranſtalten, der Leiter und das Tehrerkollegium


