„Schmidt⸗Jubiläumsbirke“ die kommenden Geſchlechter an das 50jährige, geſegnete Wirken dieſes Muſiklehrers erinnern! Abends bei der Seminarfeier im Saalbau überreichte der Direktor im Auftrag Großh. Miniſteriums des Innern dem Jubilar das von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog Allergnädigſt verliehene Ritterkreuz I. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.
Dem Seminariſten Auguſt Schmitz, der am 21. Juli 1911 gemeinſam mit dem Badediener Jakob Fleiſch⸗ mann den Bäckergeſellen Peter Roth von dem Tod des Ertrinkens im Woog zu Darmſtadt gerettet hatte, übergab der Unterzeichnete die von Großh. Miniſterium des Innern zuerkannte Geldprämie mit Worten der Anerkennung für die mit großem Mut und Entſchloſſenheit ausgeführte Tat.
Bei der Seminarfeier zu Ehren von Großherzogs Geburtstag ſprach Herr Seminarlehrer Baldauf über den Landgrafen Ernſt Ludwig.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben zu Seinem Geburtstag Allergnädigſt geruht, den Seminar⸗ lehrern Herrn Muth, Gatzert und Baldauf das Ritterkreuz II. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
Am 1. Januar 1912 verließ uns Herr Hilfslehrer Nicolai, um eine Lehrerſtelle an der Deutſchen Schule zu Alexandrien anzunehmen. Die beſten Wünſche begleiten ihn dorthin. An ſeine Stelle trat der Schulver⸗ walter zu Volkartshain, Herr Guſtav Kaufmann.
Zugleich mit der Vorfeier von Kaiſers Geburtstag, bei der Herr Lehramtsaſſeſſor Philipps die Rede über Detlew von Liliencron als Lyriker hielt, verbanden wir die Entlaſſungsfeier der 25 Abiturienten aus der Oberklaſſe Ia. Am 15. Februar verließen 24 Schüler der Oberklaſſe Ib das Seminar, beide Prüfungen leitete Herr Geh. Oberſchulrat Dr. Scheuermann.
Durch Allerhöchſtes Dekret vom 20. Januar 1912 wurde Herr Muſikdirektor Schmidt auf ſein Nachſuchen, unter Lnerkeuning ſeiner mehr als 50jährigen treuen Dienſte in den Ruheſtand verſetzt. Wir ſchließen uns dem von Herrn Geheimen Oberſchulrat Dr. Scheuermann in dem letzten Lehrerrat ausgeſprochenen Wunſche an: „Möge der Jubilar noch recht lange in Rüſtigkeit des Körpers und Geiſtes das otium cum dignitate genießen!“
Für mehrere Geſchenke von Büchern, Bildern und Noten ſagen wir auch hier verbindlichſten Dank den Herren Seminarlehrern Muth und Schuchmann, den Herren Buchhändler Streckfuß und Scriba, Kaufmann Heimburg und Herrn Wilhelm Süß, Direktor, des Konſervatoriums zu Darmſtadt, dem wir die 3 Bände der Schule des modernen Klavierſpiels für den Anfang bis zur künſtleriſchen Reife verfaßt von Wilhelm Süß“ verdanken.
Ganz beſonderer Dank aber gebührt Herrn Dr. Vogel, der in mehreren Vorträgen über Tierpſychologie ſeine aufmerkſamen Zuhörer zu feſeln wußte.
Die reichlich vermehrte Schülerbücherei wird ſehr fleißig von den Seminariſten benutzt. Zum Schauſpiel un dir dper auch zu Vorträgen in und außerhalb Friedbergs zu gehen, fand ſich manche Gelegenheit in
ieſem Jahre.
Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Schüler gab keinen Anlaß zu Klagen.
G. Prüfungsplan. 1. Schriftliche Entlaſſungsprüfung für Ia 9.—11. Januar 1912,
„„* für Ib 52 2. Mündliche„„ für 1 23.— 25. 1 1 3. Über⸗„„ lir Ib 13.—15. Februar„ 3. Ubergangsprüfung ür IIa 20..
für IIb 29.) März„


