Jahrgang 
1897
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Wöchentliche Stunden⸗ f zahl bin Klaſſen und Geſavrhabt 3. 2 teilungen. er 5 Lehrer. Fächer. wöchentlichen Stunden. 0 III. II. I. S. W. S. W. S. W.] S. W. S. W. Violinſpiel 8 8 2 2⁰ 2 2 12 12 9. Hilfslehrer Reitz Klavierſpiel 8 4 1 8 5 24 23 4 Zeichnen 2 2 2 2/ 2 4 6 10. Profeſſor Dr. Flöring Religion(ev.) 2 2 2 2 2 2 6 6 6 6 Religion(kath.) 1 1 1 3 3 4 4 11. Pfarrer Thöbes 2 3 4 5 Unterrichtsübung--- 1 1 12. Direktor Wodaege Taubſt.⸗Unterricht 1 1 7 1 13. Direktor Schwabe Blinden⸗Unterricht b

F. Gottesdienſt.

Die Schüler nahmen regelmäßig am Gottesdienſte ihrer Konfeſſion teil.

G. Chronik.

2 1. Das Schuljahr 1896/97 hat am 27. April v. J. begonnen und ſchließt mit dem 7. April d. J.

2. Leider hat die Anſtalt einen ſchweren Verluſt zu beklagen. Am Anfang des Schul⸗ jahres mußte der Großh. Seminarlehrer, Prof. Dr. Adam Heid, wegen ſchwerer Erkrankung den Unterricht ausſetzen. Die Hoffnung, daß eine baldige Wiedergeneſung die Wiederaufnahme der ihm ſo lieb gewordenen Berufsarbeit ermöglichen werde, ſollte ſich leider nicht erfüllen. Am 14. Mai ſchloſſen ſich auf immer die Augen eines Mannes, der in 25 jähriger, ununter⸗ brochen unſerer Anſtalt gewidmeter Thätigkeit mit ſeltener Treue die zahlreichen und ſchweren Pflichten ſeines Amtes zu erfüllen beſtrebt war. Die Lehrer des Seminars beklagen in dem Heimgegangenen einen charaktervollen, begabten Kollegen; unſere Schüler verloren einen vor⸗ trefflichen Lehrer und väterlichen Freund. Sein Andenken bleibe in Segen!

3. Durch miniſterielle Verfügung vom 1. April 1896 wurde dem Lehramtsaſſeſſor Otto Urſtadt zu Gießen die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an dem Seminar mit Wirkung

vom 1. Juni übertragen. Otto Urſtadt wurde geboren am 30. Auguſt 1868 in Alsfeld, abſolvierte das Gymnaſium zu Gießen, ſtudierte hier und in Berlin und beſtand im März 1892 das Staatsexamen in Geſchichte, Deutſch, Geographie und Lateiniſch. Nach Erledigung eines Acceßjahres am pädagogiſchen Seminar zu Gießen verwaltete er dort am Gymnaſium bis zum 1. Juni 1896 proviſoriſch eine Lehrſtelle.

4. Am 23. Mai wurde der Seminarlehrer Friedrich Gatzert zum Rechner der Anſtalts⸗ kaſſe ernannt.