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h. Unterricht. 1. Pädagogik.
Lehrbücher: Schumann's Lehrbuch der Pädagogik und Kehr's Praxis der Volksſchule.
. Theorie.
III. Klaſſe in 2 Abtheilungen mit je 2 Stunden wöchentlich. Einführung in den Gegen⸗ ſtand durch elementare Entwickelung der Grundbegriffe über: Weſen, Zweck, Mittel und Methode der Erziehung, Erzieher, Zögling, Erziehungspraxis, Erziehungswiſſenſchaft, Er⸗ iehungskunſt, Verhältnis des Unterrichts und der Schule zur Erziehung; anſchauliche Bilder der bedeutendſten Männer, der intereſſanteſten und folgenreichſten Verbeſſerungen auf dem Gebiete des Unterrichts und der Erziehung; Lectüre einzelner Stellen aus den Hauptwerken der pädagogiſchen Literatur.
II. Kl. in 2 Abtheilungen mit je 2 Stunden. Allgemeine Erziehungs⸗ und Unterrichts⸗ lehre auf pſychologiſch-logiſchen Grundlagen mit ſteter Rückſicht auf Disciplin und Unterricht in der Volksſchule.
I. Kl. in 2 Abtheilungen mit je 2 St. Schulkunde, insbeſondere die Einrichtungen der Volksſchule nach ihrer pädagogiſchen Bedeutung; das Schulgeſetz mit Rückblicken auf die ge⸗ ſchichtliche Entwickelung des deutſchen und ſpeciell heſſiſchen Volksſchulweſens; die Verordnung über Eintheilung und Lehrplan der Volksſchulen; Wiederholungen und Ergänzungen aus dem Geſammtgebiet des durchgenommenen Unterrichtsſtoffes; Anleitung zu ſelbſtändiger Be⸗ handlung pädagogiſcher Fragen in Form von Referaten, Vorträgen und Beſprechungen.—
Director Schäfer.
9. Praxis.
III. Kl. Anleitung zur richtigen Fragebildung; Zerlegung eines Schriftſtückes in Fragen; Repetitionsfragen über durchgearbeitete Unterrichtsſtoffe; Uebungen im Erzählen und Abfragen des Erzählten. Beurtheilung der Leiſtungen und Verwerthung der Wahrnehmungen zur Aufſtellung von Grundſätzen und Regeln als Vorbereitung für ſpätere Uebungen in der Muſterſchule.— Director Schäfer.
II. Kl. 4 St. Betheiligung der Seminariſten am Unterricht in der unterſten Klaſſe der Muſterſchule und Verſuche im erſten Anſchauungs⸗, Schreib⸗, Leſe⸗ und Rechenunterricht. Beſprechung der bei den Lektionen gemachten Erfahrungen auf Grund der bereits bekannten pſychologiſchen und didaktiſchen Geſetze.— Seminarlehrer Weinel.
I. Kl. Unterrichtsübungen der Seminariſten in der Muſterſchule, abtheilungsweiſe in 18 wöchentlichen Stunden in Gegenwart und unter Anleitung der betreffenden Fachlehrer im Anſchluß an die ſpecielle Methodik der einzelnen Unterrichtsfächer.
a. Religionsunterricht bei Mädchen im 4. Schuljahr. 2 St. Geſchichtliche Katecheſen aus dem Alten und Neuen Teſtament, einige Pſalmen, Gleichniſſe und Kirchenlieder, mehrere Gebote, das 1. und 2. Hauptſtück des chriſtlichen Glaubens. Bei Seminarlehrer Kirchner.
b. Anſchauungsunterricht bei Kindern im 2. Schuljahr. 2 St. Beſprechung von Garten, Acker, Wieſe und Wald, der bekannteſten Gartenblumen, der Getreidearten und Hausthiere; daran anſchließend geeignete Gedichtchen und Erzählungen. Bei Seminarlehrer Dr. Heid.
c. Heimatskunde bei Mädchen im 3. Schuljahr. 2 St. Friedberg und ſeine Umgebung. Elementare Behandlung der geographiſchen Verhältniſſe der Heimat. Das Großherzogthum Heſſen. Elementare Uebungen im Kartenzeichnen. Bei Seminarlehrer Schwarz.
d. Deutſche Sprache und Aufſatz bei Mädchen im 5. Schuljahr. 2 St. Lektionen aus der Rechtſchreibung und Wortlehre bis zu den wichtigſten Bindewörtern; der einfach erweiterte Satz, die Nebenſätze; Stilübungen an Erzählungen, Beſchreibungen, Briefen, Quittungen; Anleitung, 2—3 Abtheilungen gleichzeitig zu unterrichten. Bei Seminarlehrer Kirchner.


