Geſchlecht der Dingwörter, Bildung der Mehrzahl, das Eigenſchaftswort und deſſen Stellung vor und nach dem Dingwort, das Zeitwort, die 3 Hauptzeiten. Bei Seminarlehrer Dr. Heid. c. Heimatskunde bei Kindern im 3. Schuljahre. 2 St. Friedberg und ſeine Umgebung. Elementare Behandlung der geographiſchen Verhältniſſe der Heimat. Die Provinz Ober⸗ heſſen. Elementare Uebungen im Kartenzeichnen. Bei Seminarlehrer Schwarz.
d. Deutſche Sprache und Aufſatz bei Knaben im 5. Schuljahre. 2 St. Praktiſche Uebungen aus der Wortlehre in Verbindung mit Sprechübungen und Rechtſchreibung, fort⸗ geführt bis zu den Präpoſitionen incl.; die Anfänge der Satzlehre, der einfache erweiterte Satz; daneben Sprech⸗ und Stilübungen an Erzählungen, Fabeln, Beſchreibungen, Briefen, Quittungen. Bei Seminarlehrer Kirchner.
e. Naturkunde bei Mädchen im 6. Schuljahre. 2 St. Das Laubblatt, ſeine Theile und die wichtigſten Formen, Erbſe, Schmetterlingsblüthler, Salbei, Taubneſſel, Lippen⸗ blüthler, Malve, Kartoffel, Nachtſchatten, Schierling, Dolden, Gräſer, Getreidearten, Stammformen, Eiche, Buche, Obſt.— Maulwurf, Igel, Pferd, Zahnbildung, Kuh, Wieder⸗ käuer, Schaf, Eichhörnchen, Hamſter, Nager, Hund, Raubthier, Löwe, Tiger, Seehund, Walfiſch, Kukuk, Feder, Gans, Ei, Enle, Singvögel, Storch.— Aus der Wärmelehre wurde an Verſuchen erläutert: Ausdehnung der Körper, die 3 Aggregatzuſtände, Verhalten des Waſſers zur Wärme, wäſſerige Lufterſcheinungen, Wärmequellen, Fortpflanzung der Wärme. Methodik des naturkundlichen Unterrichtes in einer beſonderen wöchentlichen Conferenz— ſtunde. Bei Seminarlehrer Dr. Heid.
f. Elementares Rechnen mit Kindern im 3. und 4. Schuljahr. 2 St. Elementariſcher Stufengang durch die 4 Species gleichbenannter und reiner ganzer Zahlen, dabei Bildung der Zahlenvorſtellungen, Zahlenſchreiben, Zahlenleſen und allmähliche Entwicklung des Ver⸗ ſtändniſſes vom Zehnerſyſtem. Verwandlungen in benannten Einheiten und Rechnen mit ungleich benannten Zahlen. Veranſchaulichung der neuen Längenmaße, Hohlmaße und Ge— wichte und Löſung entſprechender Aufgaben. Stufenmäßig geordnete Regeldetri-Aufgaben in ganzen Zahlen. Die gemeinen Brüche mit Ausſchluß der ſpezifiſchen Fälle. Das ver⸗ anſchaulichende Rechnen führt zunächſt zum ſchriftlichen Rechnen und Kopfrechnen folgt nach. Am Schluſſe der Stunde und in einer beſonderen Conferenzſtunde wöchentlich werden die Unterrichtsproben beſprochen, in methodiſchen Zuſammenhang gebracht und auf feſtſtehende Unterrichtsgrundſätze zurückgeführt. Bei Seminarlehrer Wahl.
g. Geometriſcher Anſchauungscurſus bei Knaben im 6. Schuljahre. 2 St. Elementare Behandlung der Lehre von dem Punkte, den Linien, den Winkeln, den Drei⸗ und Vierecken. Conſtructionsaufgaben. Bei Seminarlehrer Schwarz.
h. Schönſchreiben mit Kindern im 3. Schuljahr. 2 St. Bewegungsübungen ohne und mit Material, um den fürs Schönſchreiben erforderlichen Schwung vorzubereiten; Augenmaß⸗ übungen; Schreiben des deutſchen und lateiniſchen Alphabets und der deutſchen Ziffern in praktiſcher Folge und geeigneten Verbindungen nach dem Takt und auf Zählen, frei in der Luft, auf der Tafel und im Schönſchreibeheft.— Beſprechung der Unterrichtsprobe wie beim Rechenunterricht in der Schule. Bei Seminarlehrer Wahl.
i. Im Winterhalbjahr, Anleitung zum Geſangunterricht in der hieſigen Stadtſchule mit Kindern im 3. Schuljahr. 2 St. Stimmbildungs⸗ und Gehör⸗Uebungen, leichte einſtimmige Schullieder nnter Benutzung der Violine als Begleitungsinſtrument. Bei Profeſſor Thurn.
2. Religion. a. Katechismus. Lehrbuch: Der alte badiſche Katechismus.
III. Kl. 2 St. Das erſte Hauptſtück der Sittenlehre oder die Pflichten gegen Gott.
II. Kl. 2 St. Ueberblick der Selbſt⸗ und Nächſtenpflichten(nach eigenem Gang, ohne Anſchluß an das Lehrbuch). Aus der Glaubenslehre die Einleitung und das erſte Hauptſtück nach dem Lehrbuch.


