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I. Zur Geſchichte der Anſtalt.
Lehrer.
Der Tehrkörper trat mit drei durch längere Erkrankungen veranlaßten TLücken in das neue Schuljahr ein.
Profeſſor TCheodor Werner war wegen Magen⸗ und ANervenerkrankung bis zu den Pfingſtferien beurlaubt. Ein Vertreter konnte nicht geſtellt werden.
Der Arlaub des ſeit Ende November nervös erkrankten Studienrats Heinrich Müller mußte bis zum Ende der Sommerferien verlängert werden. Vertreter war Studienaſſeſſor Dr. Auguſt Bläßer.
Oberreallehrer Guſtav Billau, der im letzten Jahr wegen geſchwächter Geſunoͤheit den Dienſt nicht mehr hatte verſehen können, wurde am I. Mai auf ſein Uachſuchen in den Ruhe⸗ ſtand verſetzt. Er hat unſerer Schule ſeit 1. Oktober 1905 als treuer Mitarbeiter angehört. Die beſten Wünſche der Amtsgenoſſen begleiteten ihn beim Abſchied. Für ihn trat der Lehr⸗ amtsaſſeſſor Wilhelm Müßig von der Oberrealſchule Gießen ein, der vom 25. April ab mit der Verwaltung einer ſeminariſtiſchen Tehrerſtelle betraut wurde. Schulverwalter Karl Bauer wurde an demſelben Tage abberufen.
Am 1. Mai ſchied der katholiſche Religionslehrer Pfarrer Georg Daus von Friedͤberg, er wurde als Domprobſt nach Worms verſetzt. Seine Nachfolge übernahm Pfarrer Johannes Blatz aus Erbach i. O.
Profeſſor Karl Campas war vom 14.— 25. Juni zur Teilnahme am zweiten deutſchen Kirchentag in Königsberg beurlaubt.
Zum Gebrauch einer Badekur in Wiesbaden wurde Profeſſor Dr. Fritz Toos vom 24. Juni bis 16. Juli beurlaubt. Die Amtsgenoſſen vertraten ihn.
Für eine Studienreiſe nach Frankreich erhielt Studienaſſeſſor Georg Lehn im Anſchluß an die Sommerferien einen Urlaub vom 15.—27. Auguſt.
Am 1. Juni 1927 wurden die Stusienaſſeſſoren Studienrat Dr. Hermann Rabes, Studienrat Dr. Karl Volk und Dr. Otto Gans zu überplanmäßigen Stusienräten ernannt.
Uach den Sommerferien erkrankte Profeſſor Dr. Wilhelm Reuß abermals an nervöſer Erſchöpfung, ſodaß er vom 23. Auguſt ab zunächſt bis Weihnachten und dann bis zum Schluß des Schuljahres beurlaubt werden mußte. Seinen Anterricht übernahmen bis zu den Herbſt⸗ ferien die Amtsgenoſſen. Am 11. Oktober wurde uns der Studienaſſeſſor Dr. Robert Alffen, der von Oſtern 1921 ab an die Höhere Genoſſenſchaftsſchule zu Crainfeld beurlaubt war, als Vertreter überwieſen.
Am 15. Oktober wurde der katholiſche Religionslehrer Kaplan Joſef Michel nach Mainz verſetzt. An ſeine Stelle trat Kaplan Alois Rudershauſen.
Schüler.
Die Nachwehen des Krieges machten ſich in der verminderten Schüler⸗ und damit Klaſſen⸗ zahl bemerkbar. Am 15. Mai 1926 hatten wir 527 Schüler in 25 Klaſſen, an demſelben Tag des Schuljahrs 1927 noch 496 in 24 Klaſſen. Wir vereinigten die ſeither geteilten Ouinten und Quarten der Oberrealſchule, dagegen führten wir die Oberprima zum erſten Mal doppelt. Nach dreijährigem Beſuch der Grunoͤſchule traten in das Gymnaſium 12, in die Oberrealſchule 1 Schüler ein.
Solange die geregelte Ueberwachung durch einen Schularzt für die höheren Tehranſtalten fehlt, iſt ein einigermaßen ſicheres Urteil über den Geſundheitszuſtand der Schüler unmöglich.


