Jahrgang 
1908
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7. Gebäulichkeiten.

Wänrend der Ferien wurde eine Reihe von Ausbesserungen und Neueinrichtungen z. t. nach den Vorschlägen des Direktors ausgeführt; besonders wurde der Boden unsrer Turn- und Festhalle einer gründlichen Ausbesserung unterzogen. Den städtischen Behörden sagen wir für die Bewilligung und Ausführung der 2. t. recht kostspieligen Arbeiten, sowie für das auch sonst uns bewiesene Entgegenkommen unsern herzlichen Dank.

V. Geschenke.

1. An die Bibliothek. Die Anstalt erhielt von:

Grossh. Ministerium des Innern, Abt. f. Schulangelegenheiten: Thesaurus linguae, latinae, Fortsetzung; Herrn D. Dr. Wilhelm Diehl, Stipendiatenbuch der hessen-darmstädtischen Universi- täten Giessen und Marburg für die Zeit von 1605 1774(Gratisgabe der Gruppe Hessen 1907); Herrn Pfarrer Dr. Praxmarer, Stern der Jugend, 14; 15, 112; Herrn Günther A. Saalfeld, Lose Blätter zu Nutz und Frommen des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins(2 Abdrücke, vom Verfasser zur Verfügung gestellt); 1 Hugo Draber, 3 bz: Richard' Linde, Die Lüneburger Heide.

2. An die Lehrmittelsammlungen von:

Heinrich Kördel V, ein afrikanisches Gefäss zum Trinken und Schöpfen von Milch;

Herrn Lackfabrikant Wilhelm Rossbach zu Friedberg, eine wertvolle Sammlung ausländischer Schmetterlinge(Spinner);

Herrn Postdirektor Wolf zu Friedberg, ein Stück Telephonkabel;

der Chemischen Fabrik Elektron zu Griesheim a. M. eine wertvolle Sammlung von Rohstoften, Zwischen- und End-Erzeugnissen ihrer Werke.

Ausserdem erhielten wir noch Geschenke(meistens für die kratat wissenschaftliehe Sammlung) von den Schülern Wilhelm Lang IIIb, Walter Haubach VI u.

Allen Gebern sprechen wir unsern herzlichen Dank aus.

VI. Mitteilungen an das Elternhaus.

1. Zur Rücksprache mit den Eltern unsrer Schüler sind wir stets gerne auf unserm Amtszimmer bereit.

Bei der grossen Schülerzahl ist aber vorausgehende Anmeldung wünschens- wert, damit der Direktor vorher mit dem Klassenführer und den Fachlehrern sprechen kann.

Die Eltern unsrer Schüler und die Freunde der Anstalt bitten wir freundlich um vertrauensvolle, nicht namenlose, Mitteilung bei etwa vermuteten Missständen.

Namenlose Zuschriften und Mitteilungen dagegen einerlei ob geschrieben oder gedruckt können auf Berücksichtigung nicht rechnen.

2. Wir warnen die Eltern ausdrücklich und dringend vor einer zu weit gehenden Heranziehung ihrer Söhne zu anstrengender Beihilfe im Berufe des Vaters:

Nach unsren Beobachtungen ist eine solche Nebentätigkeit sehr häufig die tiefere Ursache

unbefriedigender Leistungen in der Schule.