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Einen Nachtheil hatte die Einführung des Normalplanes für uns inſofern, als derſelbe ver⸗ ſchiedene Lehrſtoffe in andrer Reihenfolge auftreten läßt, ſo daß manche Claſſe beſchädigt worden wäre; doch ſuchten wir dies dadurch einigermaßen zu heben, daß wir ſchon im Vorjahre, ehe der Lehrplan wirklich eingeführt wurde, in einzelnen Fächern Umſtellung der Penſa eintreten ließen.
Im Sommer 1880 wurde auf Anregung des israelitiſchen Religionsvorſtandes zwiſchen dieſem und Unterzeichnetem ein neuer Lehrplan für den betr. Religionsunterricht vereinbart, nach welchem mit Beginn des neuen Schuljahres unterrichtet wurde. Wir laſſen denſelben in den„Beigaben“ nach dem Normallehrplan für Realſchulen II. O. folgen.
Am 23. und 24. November 1880 beehrte Herr Geheimer Ober⸗Schulrath Becker unſre Anſtalt mit einem Beſuche und wohnte in verſchiedenen Claſſen dem Unterrichte bei.
Mit dem 30. Mai d. J. wurde College Karg als Offiziersaſpirant zu achtwöchentlichen militäriſchen Uebungen herangezogen, und deshalb wurden, um die Vacanz der Stelle abzukürzen, die Pfingſtferien um einen Theil der Oſterferien verlängert.
Mit dieſen Herbſtferien beginnt die neue Ferienordnung in Kraft zu treten. Darnach finden folgende Ferien ſtatt: F Oſterferien 3 Wochen(2 W. vor, 1 W. nach dem Feſt). Pfingſtferien 1 Woche, vom Pfingſtſonntag an. Herbſtferien 5 Wochen, von dem am 15. Auguſt zunächſt liegenden Sonntag an. Weihnachtsferien 2 Wochen und zwar, wenn der 25. December auf Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag fällt, mit dem Sonntag vorher; wenn der 25. December aber auf Freitag, Samstag oder Sonntag fällt, beginnen die Ferien mit dem Donnerstag vor dieſem Tage.
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Allen Spendern von Geſchenken für Bibliothek und Sammlungen verfehlen wir hier nicht, unſeren gebührenden Dank auszuſprechen. Beſonders aber glauben wir hier des Geſchenkes erwähnen zu ſollen, welches der Großbritanniſche Viceconſul, Herr Bernhard Goldbeck zu Frankfurt a. M., dem Stadtvorſtand dahier übermacht hat mit der Beſtimmung, dasſelbe einer der öffentlichen Schulen zu überweiſen. Es iſt nämlich eine ſehr intereſſante und werthvolle Additionsmaſchine.
Am 25. April d. J. verließ uns Herr College Reuß, um eine Stelle an der Vorſchule der Reaſchule zu Darmſtadt zu bekleiden. Unſere beſten Segenswünſche folgen ihm in ſein neues Amt. Ann ſeine Stelle trat Herr Joſeph Luley, bisher Schulverwalter zu Ober⸗Rosbach und wurde am 28. April in ſeine neue Stelle eingewieſen.— Nachſtehend folgen ſeine Perſonalangaben.
Theodor Wieſehahn, geboren den 26. October 1855 zu Dortmund, Sohn des Kaufmanns Julius Wieſehahn(kürzlich zu Darmſtadt verſtorben), beſuchte zuerſt die evang. Volksſchule ſeiner Vaterſtadt, trat zu Herbſt 1865 in das Gymnaſium zu Barmen ein, das er aus der Unterprima verließ, um mit ſeinen Eltern nach Darmſtadt überzuſiedeln. Dort beſuchte er ebenfalls das Gymnaſium und verließ dasſelbe zu Michaelis 1874 mit dem Maturitätszeugniß. Er widmete ſich dann auf den Univerſitäten Marburg und Leipzig dem Studium des Deutſchen, der klaſſiſchen Sprachen, der Geſchichte und Geographie. Nach vollendetem Triennium nahm er eine Hauslehrerſtelle in Heinrichshütte an, woſelbſt er drei Semeſter, bis Oſtern 1879, verblieb, nachdem er in der Zwiſchenzeit, 24. Januar 1879, zu Marburg ſein Staatsexamen beſtanden hatte. Nach Oſtern


