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Geſänge, der Einigkeit durch die gemeinſame Theilnahme aller Kinder unſrer Stadt, als Glieder Einer großen Familie. Und damit Ihr groß und ſtark werdet, ſo iſt dem Körper und ſeiner Pflege auch Rechnung getragen..
Drittens und endlich frage ich: Wann wollen wir dieſes Feſt feiern? Ihr denket wohl: natürlich am 2. September. Ja, da habt Ihr Recht und mehr Recht als viele andere. Was ich meine, iſt etwas anderes. Ich meine: Wie lange? und antworte: So lange, als unſer gefährlicher und un⸗ ruhiger Nachbar uns bedroht, damit wir nicht erlahmen in der Wachſamkeit und Tüchtigkeit. Und wenn, was Gott verhüten möge, dieſer Nachbar an unſer Thor pocht, ſo möge Deutſchland rufen:„Ich bin allhier!“—
Nun noch einige Worte an Sie, verehrte Eltern und Jugendfreunde. Laſſen Sie den Geiſt dieſes Jugendfeſtes auf ſich einwirken, halten Sie von Ihrer Seite die Ingend an zur Dankbarkeit gegen und zur Liebe zu dem Vaterlande; ſorgen Sie an Ihrem Theile, daß die durch die Schule gebotene Bildung tiefere Wurzeln ſchlage durch das Beiſpiel in der Familie und im öffentlichen Leben, damit dieſe Tugenden und Vorzüge unſerem geliebten Vaterlande zur Wehr und Zierde dienen.
Deutſchland, Deutſchland über alles!


