Jahrgang 
1861
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14. Zeichnen, im Sommer 2 Stunden, im Winter 1 Stunde, Volk: Freihandzeichnen.

15. Geſang.. 16. Turnen. Siehe oben.

Sweite Klalle.*) Klaſſenführer: Reallehrer Dr. Schmid.

1. Religion. Siehe oben.

2. Deutſche Sprache, 4 Stunden, bis Herbſt bei Klein und Schmid, dann bei Schmid.

Lehrbücher wie in Klaſſe I: Wiederholung des erweiterten Satzes; der zuſammengezogene und zu⸗ ſammengeſetzte Satz an Muſterſtücken erläutert. Aufſätze und Briefe verſchiedener Art. Wöchentlich wurde ein Gedicht nach Inhalt und Betonung beſprochen und memorirt. Leſe⸗ und orthographiſche Uebungen.

3. Franzöſiſche Sprache, 4 Stunden, bis Herbſt Voigt, dann Glaſer.

Lehrbuch: Seyerlen franzöſiſcher Lehrgang. Bis zu Ende der unregelmäßigen Zeitwörter. Im Anfang mündliche und ſchriftliche Ueberſetzungen der Leſeſtücke.

4. Engliſche Sprache, 2 Stunden, bis Herbſt Voigt und Eger, dann Glaſer.

Lehrbuch: Munde Engliſches Handbuch. Bis Stück 90 mündliche und ſchriftliche Uebertragung. In Munde Leſe⸗ und Ausſprachübungen bis Stück 24; leichte Geſpräche.

5. Lateiniſche Sprache, im Sommer 3, im Winter 4 Stunden, Schmid.

Lehrbücher: Lateiniſche Grammatik von Ellendt; Spieß Uebungsbuch zum Ueberſetzen aus dem Lateiniſchen in's Deutſche und aus dem Deutſchen in's Lateiniſche, 2 Abtheilung für Quinta.

Erweiterte Wiederholung der Formenlehre. Lehre vom einfachen und erweiterten Satze, die Con⸗ ſtruction des Accuſativ mit dem Infinitiv, die Participialconſtruction, der Ablativus absolutus, der Conjunctiv nach Conjunctionen und in Relativſätzen, Gebrauch des Gerundii und Supini im Anſchluß an das Uebungs⸗ buch, aus welchem die Stücke von S. 1 bis 90 mündlich und ſchriftlich überſetzt wurden.

6. Griechiſche Sprache, 2 Stunden, bis Herbſt Voigt, dann Glaſer.

Lehrbücher: Spieß, Griechiſche Formenlehre und deſſen Leſebuch. In Letzterem bis S. 24. In der Grammatik bis zu den Verba muta. Glaſer

7. Arithmetik, bis Herbſt 2 Stunden, von da 3 Stunden, Klein: Wiederholung der gemeinen und der Decimalbrüche, die Lehre von den entgegengeſetzten Größen, Buchſtabenrechnung, Kennzeichen der Theilbarkeit der Zahlen.

8. Geometrie, bis Herbſt 1 Stunde, von da 2 Stunden, Klein: die Lehrſätze vom Dreieck, Viereck, Vieleck und Kreis in J. Müller's Lehrbuch der Geometrie(§K. 9 bis§. 33,) Löſung vieler Conſtruktionsaufgaben.

9. Phyſik, 2 Stunden, Klein: Geſetze des Gleichgewichts und der Bewegung feſter und flüſſiger Körper, Löſung zahlreicher dahin einſchlägiger phyſikaliſcher Aufgaben. Lehrbuch wie in Klaſſe I.

10. Geographie, 2 Stunden, Klein; im Sommer: Betrachtung der Erdoberfläche im Allgemeinen. Das Meer(Farbe, Leuchten, Bewegung, Bewohner, Kreislauf des Waſſers.) Das Feſtland(Geſtaltungen, Lage, Erhöhungen, das Erdinnere). Klima und darauf bezügliche Erſcheinungen. Das Wichtigſte aus der mathematiſchen Geographie. Britiſches Reich, Holland, Belgien, Helvetien, Rußland, Scandinavien. Im Winter: die deutſchen Bundesſtaaten; Wiederholung des Früheren in Examinatorien. Lehrbuch wie in Klaſſe I.

11. Geſchichte, 2 Stunden, bis Herbſt Voigt, dann Schmid.

Leitfaden wie in Klaſſe l.: Griechiſche Geſchichte von den Perſerkriegen an; römiſche Geſchichte bis zu Conſtantin dem Großen.

12. Zeichnen, 2 Stunden, Volk: Freihandzeichnen..

13. Schreiben, 2 Stunden, Weifenbach. Fortgeſetzte Uebung in der deutſchen und lateiniſchen

*) Dieſe Klaſſe bildete mit der folgenden bis Herbſt 1860 eine Klaſſe, woraus zu erklären, warum in einzelnen Lehr⸗ gegenſtänden der durchgenommene Unterrichtsſtoff zum Theil für beide Klaſſen derſelbe iſt.