Iphigenie und Taſſo(9). 6. Schnitzlers„Liebelei“ im Film(5). Einblicke in die Arbeit auf einer Zeche(1). Grenzen des Mephiſtopheles(1). Regie⸗ einblicke, gelegentlich einer Aufführung von Walter Flex'„Bauernführer“(1). „Am Rande der Welt“, Frankenberger Filmabend(1). 7. Themen für die Reifeprüfung: a) Glück in Goethes Leben(0). b) Wie ließe ſich Heinrich Heines Werk:„Der Doktor Fauſt, eine Tanzpoem....“ für den Film ge⸗ winnen?(5.) c) Der Revolutionsgedanke in Richard Wagners„Ring des Nibelungen.“(1). d) Warum hat Hebbel den„Struenſee“ nicht geſchrieben? (2). e) Otto Julius Bierbaums Abendlied:„Die Nacht iſt niedergegangen“ iſt in Beziehung zu ſetzen zu Valentin Trauts„Dorfnacht“:„Der ſtillen Gär⸗ ten weißen Blütenkranz...“ Es iſt die Frage zu behandeln, welcher von beiden Dichtern die Stimmung am beſten zum Ausdruck bringt und mit welchen Mitteln ihm dies gelingt(1).
e. Kunſtfächer und Leibesübungen.
Im Muſikunterricht, der für die Oberklaſſen gemeinſam iſt, bilden Darbietun⸗ gen der Schüler und beſonders natürlich des Lehrers am Klavier die Regel. Da⸗ neben konnte ein von Herrn Buchhändler Kahm freundlichſt zur Verfügung ge⸗ ſtelltes Elektrola benutzt werden. Bei ſolchen Darbietungen, die mit dem geiſtes⸗ wiſſenſchaftlichen Unterricht meiſt in engſter Verbindung ſtehn, waren auch andere Lehrer anweſend. So wurden den Obertertianern Löwe'ſche Balladen, den Unter⸗ ſekundanern Webers Freiſchütz, den Oberklaſſen Wagners Ring geboten. Durch freundliches Entgegenkommen von Herrn Leimbach fanden die Schüler der Ober⸗ klaſſen außer ihrer Teilnahme an dem aus allen Schülern einmal in der Woche übenden Geſamtchore Gelegenheit zur Pflege vierſtimmigen Männerchores. Die Uebungen, die in einer Gaſtſtätte abends abgehalten wurden(dank dem Entgegen⸗ kommen des Wirtes ohne Trinkzwang) vereinigte die Schüler oft mit der Mehrzahl ihrer Lehrer auch zu geſelligem Beiſammenſein. Im Schülerorcheſter üben regel⸗ mäßig 11 Geiger, 2 Mitglieder ſpielen Bratſche, 1 Cello, zur Uebernahme notwen⸗ diger Clavier⸗ oder Orgelpartien ſtehen mehrere zu Verfügung.
Für den Unterricht im Zeichnen wurden diesmal beſonders Baudenkmäler des Ortes ausgenutzt(beſ. das Innere und Aeußere der gotiſchen Frauenkirche). Aeltere Wohngebäude und der Hexenturm am alten Friedhof, auch das Schulhaus von außen und innen, ſowie aus dem Schulgarten geſehene Landſchaftsbilder gaben Gelegenheit, den Unterricht außerhalb des Zeichenſaales abzuhalten. In Obertertia fand ſich Zeit Rundſchrift, in Untertertia Sütterlinſchrift und Blockſchrift planmäßig zu üben.
Auch der Turnunterricht führt die Schüler bei guter Witterung vielfach ins Freie. Die Turnſpiele konnten auf dem Sportplatze an der oberen Ederbrücke faſt das ganze Jahr hindurch aufrecht erhalten werden. Dasſelbe gilt auch für die Wandertage. Um den Preis des Preußiſchen Philologen⸗Verbandes kämpften in Wetzlar 2 Mannſchaften, in Marburg nur noch die im erſten Kampfe ſiegreiche zweite. Als Mitglieder des hieſigen Sport⸗ und des Turnvereins beteiligten ſich Schüler von uns auch an Wettkämpfen. Bei den Kreisjugendwettkämpfen wurden viele Preiſe erworben.
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