Jahrgang 
1929
Einzelbild herunterladen

Bau- und Kunstdenkmäler der Altstadt, ferner mit der Unterprima b dasASyI für Obdachlose, Herr Studienrat Völkel mit der Untersekunda b dieFriedenskirche, mit der Unterprima b die Großmarkthalle, die Osthafenmolkerei, die Städtische Zentralküche; mit der Obertertia b den FilmKampf der Tertia, mit der Quarta den FilmDas Grab am Nordpol; Herr Studienrat Dr. Ritter mit der Obertertia a Gelnhausen(Pfalz, Marienkirche), Büdingen(Schloß, Befestigung, Fachwerkbauten) und Heusenstamm(Kirche), Herr Studienrat Dr. Protz mit der Unterprima a das Elek- trizitätswerk l mit Umspannwerk, das Gaswerk, den Osthafen.

DerPhysikalische Verein, dasFreie Deutsche Hochstift, derDeutsche Sprachverein, dasChina-Institut gewährten Primanern und Sekundanern Zutritt zu Vorlesungen und Vorträgen.

Schulrundfunk(Obmann: Herr Studienrat Dr. Gentsch): Seitens des Ministeriums wurde der Anstalt ein Rundfunkempfangsgerät(3 Röhrenapparat mit eingebautem Netzanschlußgerät) überwiesen, das im Physiksaal oder im Festsaal angeschlossen werden konnte. Hierdurch wurde den Schülern die Teilnahme am Schulrundfunk(Mittwoch und Samstag 1245 1) er- möglicht. Die Darbietungen aus den Gebieten der Musik, des Deutschen, der neueren Sprachen, Vorträge über das Auslandsdeutschtum und solche, die das Leben und die Erfordernisse der Gegenwart zum Ausdruck bringen, wurden von Schülern verschiedener Klassenstufen gern angehört und bildeten eine wertvolle Ergänzung des Unterrichts, als dessen Ersatz sie jedoch nicht angesehen werden können.

10. Gesundheitsfürsorge.

Schularzt war Herr Dr. med. Karl Lehmann. Am 22. Februar 1929 hielt er für die Abiturienten den ärztlichen Entlassungsvortrag. Der Schulzahnarzt, Herr Dr. Walter Mosbach, untersuchte im Juni 1928 alle Schüler. An einem orthopädischen Turnkursus beteiligten sich einige Schüler. Durch Vermittlung des Vereins für Ferienkolonien und des Jugendamtes konnte im Sommer bedürftigen Schülern ein Erholungsaufenthalt im Gebirge oder an der See geboten werden.

11. Theaterbesuch.

Ermäßigte Eintrittskarten für den Besuch der Städtischen Bühnen wurden nicht mehr bewilligt. Wir waren auf die Ermäßigungen bei gemeinsamen Klassenbesuchen angewiesen; dabei ermög- lichte ein von der Städtischen Schulbehörde zur Verfügung gestellter Geldbetrag auch weniger bemittelten Schülern den Besuch der Vorstellungen(Obmann: Herr Studienrat Dr. Hirsch).

12. Schülerbücherei.

Der Verwalter, Herr Studienrat Dr. Ritter, stellt die erfreuliche Tatsache fest, daß die Schülerbücherei immer eifriger benutzt wird, nunmehr auch von den Sekundanern und Primanern. In unserer Zeit der wirtschaftlichen Not erwachsen der Schülerbücherei ganz andere Aufgaben als früher. Es ist weiter zu bedenken, daß dem literarischen Geschmack, der sich seit der Kriegszeit gewandelt hat, in den Schülerbüchereien Rechnung getragen werden muß, sodaß die alten Bestände der Erneuerung bedürfen. Überdies verlangt der heutige Arbeitsunterricht bei den Neuanschaffungen Berücksichtigung. Nur eine wesentliche Erhöhung der Mittel wird es auf die Dauer möglich machen, den Aufgaben der Schülerbücherei gerecht zu werden Für Geschenke haben wir den Schülern Fronemann, von der Marwitz, Panizza und Philipp sohn zu danken.

13. Hilfsbücherei.

Aus der von Herrn Studienrat Dr. Hirsch verwalteten Hilfsbücherei wurden an bedürftige Schüler die benötigten Bücher gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen. Ehemalige und jetzige Schüler unterstützten die Einrichtung durch dankenswerte Schenkungen.

25