den Theaterbesuch. Obmann für die Vermittlung der Karten war der Unterprimaner Gerhard Gent, die Oberleitung hatte Herr Studienrat Dr. Hirsch.
15. Schülerbücherei.
Der Verwalter der Schülerbücherei, Herr Studienrat Dr. Ritter, bemühte sich auch in diesem Jahr, die Bücherei auszubauen und die großen Lücken, die durch die Kriegs- und Inflations- jahre entstanden waren, auszufüllen. Vor allem suchte er die Bestände für die Mittelklassen zu ergänzen. Bei den geringen Mitteln, die zur Verfügung standen, war das nur in unvoll- kommener Weise mõöglich. Wenn in Zukunft nicht größere Mittel angewiesen werden, wird es nicht möglich sein, den Lesehunger der Jugend zu befriedigen und sie vor dem Schund zu bewahren. Das Elternhaus ist bei den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen meist nicht in der Lage, wie früher in dieser Hinsicht für die Kinder zu sorgen. Dazu kommt, daß aus der Schulreform den Büchereien neue Aufgaben erwachsen.
Um so dankbarer ist die Schule unter den gegebenen Verhältnissen für eine Reihe von Ge- schenken, die der Schülerbücherei gemacht wurden. Der Reichsbürgerrat überwies wieder eine Reihe wertvoller Werke. Nicht minder wertvolle Bücher wurden von der Deutschen Kolonialgesellschaft aus einer Stiftung des Herrn Eduard d'Orville übermittelt. Ebenso willkommen war eine Anzahl Bücher, die der Untertertianer Wolfgang Andreae, der Ober- primaner Hans Lindenheim und unser früherer Schüler Herr stud. Willi Eymerschenkten.
16. Hilfsbücherei.
Aus der Hilfsbücherei(Verwalter Herr Studienrat Dr. A. Hirsch) wurden an bedürftige Schüler die benötigten Bücher gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen. Ehemalige und jetzige Schüler unterstützten die Einrichtung durch dankenswerte Schenkungen.
17. Schüler-Unfallversicherung.
Gegen Zahlung eines Prämienbetrages von jährlich 35 Pfg. ist jeder Schüler bei der Gothaer Allgemeinen Versicherungs-Aktiengesellschaft gegen Unfälle versichert.
Die Schulversicherung erstreckt sich auf Unfälle an Schultagen in der Zeit vom Verlassen der Wohnung bis zur Rückkehr dorthin nach beendetem Schulbesuch. Vorkommende Unfälle sind sofort(längstens binnen 8 Tagen) im Sekretariat zu melden.
Es empfiehlt sich, daß alle Schüler dieser Versicherung beitreten, soweit sie nicht privat bei einer anderen Gesellschaft gegen Unfälle versichert sind.
i) Schulgeld, Freistellen, Erziehungsbeihilfen.
Das Schulgeld betrug im abgelaufenen Schuljahr für Einheimische monatlich RM 15.—, für Auswärtige RM 18.75, für Ausländer RM 30.—.
Der Schulausschuß der städtischen höheren Schulen bewilligte 37 Schülern eine ganze Frei- stelle, 3 Schülern eine halbe Freistelle; 31 Freistelleninhabern wurden auf Antrag der Eltern freie Lernmittel(Bücher, Hefte und Zeichenmaterialien) gewährt.
Einem begabten Schüler der Oberstufe wurde aus städtischen Mitteln eine besondere Ausbil- dungsbeihilfe von RM 250.— bewilligt.
k) Berufsberatung.
An den Obmann für Berufsberatung, Herrn Studienrat Dr. Ritter, trat wiederholt die Auf- gabe heran, Schüler bei der Wahl ihres Berufes zu beraten. Dabei ergab sich immer wieder, daß in den jetzigen schwierigen Zeiten Neigung und Eignung für die Wahl eines Berufes oft nicht ausschlaggebend sind. Mancher mußte widerstrebend auf einen Beraf verzichten, der ihm keinerlei Aussicht bot. Einzelne Schüler wurden an das Städtische Berufsamt verwiesen.
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