Jahrgang 
1928
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h) Reichskurzschrift(Anfängerlehrgang)

Untertertia a und b: Je 2 Wochenstunden(Teilnehmerzahl: a. im Sommerhalbjahr 28, im Winterhalbjahr 27, b. im Sommer 27, im Winter 25).

Die Schüler wurden mit dem gesamten System der Einheitskurzschrift vertraut gemacht. Benutzt wurde das Lehrbuch von W. Geisendörfer. Es wurde besonderer Wert gelegt auf fehlerloses und deutliches Schreiben, sowie auf fließendes Lesen. Schnellschreiben wurde nur in vereinzelten Stunden des letzten Tertials geübt. Diehl. Völkel.

Da die Kenntnis der Einheitskurzschrift jetzt von allen Beamtenanwärtern und in den kauf- männischen Betrieben verlangt wird, ist den Eltern dringend zu raten, ihre Söhne an diesen wahlfreien Lehrgängen teilnehmen zu lassen.

3. Lehrkörper.

Zu Anfang des Schuljahres 1927 wurde Herr Studienrat Dr. Ludwig Protz von der Viktoria- schule an das Wöhler-Realgymnasium versetzt. Über seinen Lebensgang berichtet er wie folgt: Johann Georg Ludwig Protz, geb. 3. 3. 1885 zu Frankfurt a. M., besuchte die Vorschule der Klinger-Oberreal- schule und das Kaiser Friedrichs-Gymnasium zu Frankfurt a. M. Ab Ostern 1904 studierte er an der Technischen Hochschule zu Darmstadt und an den Universitäten zu München und Marburg reine und angewandte Mathematik und Physik. Sommer 1909 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Frühjahr 1910 bestand er das Staatsexamen und genügte von Herbst 1910 1911 seiner militärischen Dienstpflicht. Oktober 1911 trat er in das Pädagogische Seminar des Wöhler-Realgymnasiums ein, leistete ab 1. 10. 1912 sein Probejahr an der Merton-Realschule ab. Während dieser Zeit war er an der Riehlschule zu Biebrich a. Rh. und dann bis zum Kriegsausbruch an der hiesigen Musterschule tätig. Den ganzen Krieg machte er als Offizier an der Westfront mit. Nach der Rückkehr, Januar 1919, war er an einem Kriegsteilnehmerkursus an der Helmholtz-Oberrealschule und vertretungsweise an dem Wöhler-Realgymnasium tätig. Ostern 1919 trat er als Studienrat an die Viktoriaschule zur Mitarbeit an dem Aufbau der dort neugegründeten Oberrealschul-Studienanstalt über und kehrte Ostern 1927 auf eigenen Wunsch wieder zum Wöhler-Realgymnasium zurück.

Herr Studienrat Dr. Max Preitz wurde durch Ministerial-Verfügung vom 11. 8. 1927 mit Wirkung vom 1. Juni zum Oberstudienrat und Fachberater ernannt.

Am 16. September 1927 starb Herr Studienrat Heinrich Becker infolge eines Herzschlages (S. S. 28 des Jahresberichtes). Seinen Unterricht übernahm in Vertretung Herr Studienrat i. e. R. Hans Schmidt.

Herr Studienrat Dr. Alfred Gerlach wurde ab 1. 10. 1927 als Oberstudienrat an die Ziehen- Oberrealschule berufen; er zog es indessen vor, zum 1. 4. 1928 in seinen alten Wirkungskreis zurückzukehren.

Vom 23. 25. Mai 1927 nahmen der Direktor und, als Vertreter des Philologenverbandes, Herr Studienrat Dr. Hunke an der amtlichen Direktoren-Versammlung teil, die das Provinzial- schulkollegium für die Provinz Hessen-Nassau in Kassel veranstaltet hatte.

Herr Studienrat Max Meinig war von Juli bis Ende September 1927 zu einer Studienreise nach England beurlaubt. Seine Vertretung wurde Herrn Studienrat i. e. R. Hans Schmidt übertragen.

Herr Studienrat Dr. Friedrich Laibach, Privatdozent für Botanik an der Universität Frankfurt, war von Ostern bis Herbst 1927 zu wissenschaftlichen Untersuchungen beurlaubt; die Vertretung hatte Herr Studienassessor Carl Oster übernommen.

Herr Studienassessor Joseph Schmidt beteiligte sich am 10. und 11. Juni 1927 an einem wetterkundlichen Lehrgang in Frankfurt a. M.

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