Jahrgang 
1926
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Zahl der Teilnehmer(Il'a 17. Il'b 20. Pa 21. Pb 18, la 13, Pb 12) wurde jede in zwei Abteilungen geteilt. die in vierzehntägigem Wechsel zusammenkamen. Die Teilnehmer führten im Laboratorium Arbeiten aus, die, zunächst mit dem Chemieunterricht in enger Fühlung bleibend, diesen erweitern und vertiefen sollten. In der Folge wurden dann einzelne Gebiete gesondert behandelt, die im Klassenunterricht weniger Berücksich- tigung finden konnten, u. a. auch einiges aus der organischen Chemie. Auch mineralogische Uebungen fanden Berücksichtigung.

Neben den praktischen Arbeiten sollten gemeinsame Lektüre ausgewählter Stücke der chemischen Literatur und gelegentliche Vorträge und Besprechungen in die Entwicklung der chemischen Technik einführen. Hunke.

2. Physik und Astronomie.

Obersekunda. II'a und Ilb: Teilnehmerzahl: a. 22, b. 20; 1 Wochenstunde. Flettner- Versuche, Flektronenlehre, Anwendungen der Flektrizität(Dynamo und Motor). Versuche aus der Optik; astronomische Beobachtungen auf der Schulsternwarte.

Bender.

Unterprima. Jea und P'b: Teilnehmerzahl: 22; 1 Wochenstunde. Sondergebiete aus der Akustik, Optik und Flektrizitätslehre; astronomische Beobachtungen auf der Schulsternwarte. Bender.

Oberprima. P'b: Teilnehmerzahl: 14; 1 Wochenstunde. Zunächst wurde für alle die Wellenlehre theoretisch erörtert, insbesondere die Zusammensetzung. Reflexion und Interferenz transversaler wie auch longitudinaler Wellen, wobei besonders Wert auf Konstruktionen gelegt wurde. Einzelne Gruppen zu zwei bis vier untersuchten dann experimentell die Seilwellen, Wasserwellen und Kugelwellen. Aus der Lehre vom Schall wurden die Flammenbilder von Tönen, der musikalische Ton, die schwingenden Stäbe. Platten und Saiten. Lippen- und Zungenpfeifen, Resonanz und Analyse von Klängen experimentell behandelt. Das Dopplersche Prinzip wurde anschaulich erörtert. Aus der Wellentheorie des Lichtes lieferten Interferenz, Beugung, Polarisation und Doppelbreitung theoretische und experi- mentelle Einzelaufgaben. Jede Gruppe brachte ihre Ergebnisse im Vortrage und in Versuchen allen übrigen Teilnehmern der Arbeitsgemeinschaft zur Kenntnis. Ila: 2 5 Teilnehmer, 1 Wochenstunde. Vorbereitung der Versuche für den laufenden Unterricht. Beobachtung der Sonnenflecken. Sittig.

4. Angewandte Mathematik.

Oberprima. L'a und P'b: Teilnehmerzahl 8; 1 Wochenstunde. Logarithmischer Rechenschieber, Nomographie, Charakteristik der Plektronenröhren und Platten- kondensatoren. Anwendung der Differenzial- und Integralrechnung auf. Physik und Naturwissenschaften: Geschwindigkeit. Beschleunigung, Wurf. Luftwiderstand. Flugtechnik. Geometrie der Bienenzelle, Sinusschwingungen, Lissajoussche Figuren, Effektivwert des Wechselstroms, Thomsonversuche, Trägheitsmoment, Psycho- physisches Gesetz von Fechner. Gerlach.

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5. Biologie.

Oberprima bis Obersekunda: Teilnehmerzahl 27; 1 Wochenstunde. Die Lebensvorgänge bei den einzelligen Lebewesen. Die wichtigsten Kapitel aus der Bakteriologie und Parasitologie, insbesondere krankheiterregende Bakterien und menschliche Parasiten. Erörterung der verschiedenen Ansichten vom Leben.

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