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UÜbersicht
über die während des Schuljahres Ostern 1913 bis Ostern 1914 erledigten Lehraufgaben.
Realgymnasialklassen nach dem Frankfurter Lehrplan.
1 4 2 jtor. Tla: Oberlehrer Dr. Gerlach. Iia und b. Oberprima. Klassenleiter: l I1b: Professor Dr. II. Scurntdt.
1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Kirchengeschichte der Neuzeit. Johannesevan- gelium(Auswahl). Ausgewählte Kapitel aus der Glaubens- und Sittenlehre. Marx. b) Katholische. 2 St. Vgl. Abschnitt C des Programms.
2. Deutsch. 3 St. Tia: Durchblicke durch die deutsche Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Lektüre: Schiller, Jugenddramen, Gedichte(Auswahl). Goethe, Dichtung und Wahrheit(Buch I—X), Gedichte(Auswahl), Faust, I. Teil. Durchblick durch das Lustspiel: Lessing, Minna von Barnhelm; Kleist, Der zerbrochene Krug; Grillparzer, Weh dem, der lügt; Freytag, Journalisten. Freie Vorträge. Dispositions- übungen. Stiebeling.
Aufsätze: 1. Bist du arm, so sei ein Mann; bist du reich, so sei ein Mensch! 2. Wie kommt Karl Moor allmählich zu der Erkenntnis, daß er sich das Richteramt Gottes freventlich angemaßt hat?(Kl.) 3. a) Hat Verrina ein Recht, die Handlungsweise Fieskos mit der des Mobren ausdrücklich zu vergleichen? b)„Untreue schlägt den eigenen Herrn“— nachgewiesen an Schillers„Fiesko“. c) Mit welchem Rechte kann man Fiesko einen„jungen, italienischen Wallenstein“ nennen? d) Richard der Dritte und Franz Moor. 4. Was ist von dem Worte zu halten:„Ubi bene, ibi patria“?(Kl.) 5. Die Idee der Freiheit in Schillers Dramen. 6. Warum war die Stadt Frankfurt ein günstiger Boden für die Entwicklung des Knaben Goethe?(Kl.) 7. Willst du, daß wir mit hinein in das Haus dich bauen, laß es dir gefallen, Stein, daß wir dich behauen.(Kl.) 8. Vater und Sohn in Schillers Jugenddramen(Prüfungsaufsatz Ostern 1914).
Iib: Durchblicke durch die deutsche Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Lektüre(zum Teil Privatlektüre): Lessings Nathan; Goethe, Iphi- genie, Tasso, Faust I, Italienische Reise; Grillparzer, Weh dem, der lügt, Medea; Schillers Jugenddramen; Kleist, Der zerbrochene Krug; Freytag, Die Journalisten; Goethes Gedankenlyrik; Schillers philosophische Gedichte. Vorträge aus Kunst- und Literaturgeschichte. Freie Vorträge. Schmidt. Aufsätze: 1. Die Bedeutung der allgemeinen Wehrpflicht für unser Volk. 2. a) Versuch einer Darstellung von Goethes Weltanschauung in der Sturm- und Drangperiode und in der Weimarer Zeit nach seinen Gedichten„Prometheus“,„Ganymed“,„Grenzen der Menschheit“-,(Kl.) b) Welche Eindrücke empfing der junge Goethe in seinem elterlichen Hause?(Kl.) 3. a) Kunstsinn, Natursinn, Geschichtskenntnis, drei treffliche Reisegefährten.(Prüfungsaufsatz Herbst 1913), b) Wie gruppieren sich die Personen in Lessings „Nathan der Weise“ in ihrer Stellung zur religiösen Frage?(Kl.) 4. Wie hat seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts die Ausnützung der Naturkräfte die Lebensverhältnisse der Menschheit umgestaltet? 5. Schillers politische Anschauungen in seinen Jugenddramen. 6. Antonio und Tasso.(Kl.) 7. Warum ist die Geschichte der deutschen Befreiungskriege für uns eine nie versiegende Quelle der Begeisterung?(Kl.) 8. Wie offenbart sich in Goethes Iphigenie die siegende Macht der Wahrheit?(Prüfungsaufsatz Ostern 1914).


